FPÖ kritisiert Zustände in Linzer Schlachthof | Unzensuriert.at

FPÖ kritisiert Zustände in Linzer Schlachthof

1. Jänner 2012 - 11:07

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BildIn Linz gibt es einen der größten Rinderschlachthöfe Österreichs. Dieser befindet sich in der Innenstadt, inmitten eines Wohngebietes. So ist es nur umso unverständlicher, dass die Anrainer immer wieder von Tierquälerei oder anderer Unprofessionalität wie entkommenen Rindern zu berichten wissen. Nach dem jüngsten Skandal fordert die FPÖ nun verschärfte Tierschutzkontrollen.

Ute Klitsch

Ute Klitsch

FPÖ-Gemeinderätin Ute Klitsch.

Diesmal berichteten die Anrainer, dass eine Kuh mit gebrochenem Kreuz stundenlang im Dreck lag, während andere Kühe auf ihr herumtrampelten. Nur durch die Intervention der Anrainer erschien nach zwei Stunden endlich ein Tierarzt, der das Tier notschlachtete. Der Betreiber reagierte, mit diesen Vorwürfen konfrontiert, unbeeindruckt: Alles sei vorschriftsmäßig verlaufen, der Fall sei erledigt.

Noch vor einem halben Jahr wurde von allen Parteien beschlossen, eine Linzer Tierschutzstelle einzurichten. Die Aufforderung der FPÖ-Gemeinderätin Ute Klitsch, zu dieser Entscheidung nun auch in Hinblick auf den Schlachthof zu stehen, wurde von der SPÖ abgeschmettert - sie bestreitet die Zuständigkeit.

In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach vor, dass Tiere beim Verladen entkamen und durch Wohngebiet liefen, was den Einsatz der Polizei erforderte. "Die Sicherheit der Anrainer und der Tierschutz müssen absoluten Vorrang haben", so Klitsch. Sie hatte im November eine Anfrage an die SPÖ-Vizebürgermeisterin Christina Dolezal eingebracht, in der sie erfahren möchte, ob im Linzer Schlachthof auch rituelle Schlachtungen ohne Betäubung durchgeführt werden.

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