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Auch Kosmetikerin plagt Afghanen-Problem

Ilse Pichowetz (vor ihrem Salon) nahm ein afghanisches Lehrlingsmädchen auf und tat sich damit nichts Gutes. Foto: unzensuriert.at
Ilse Pichowetz (vor ihrem Salon) nahm ein afghanisches Lehrlingsmädchen auf und tat sich damit nichts Gutes.
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18. Dezember 2018 - 13:00

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„Wir haben ein Problem mit jungen Afghanen“, hieß es letzte Woche von Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP)
„Wir sind halt so vom Blut her aggressive Menschen. Die Leute, die aus Afghanistan kommen, haben noch nie mit Gesetzen zu tun gehabt“, wurde kürzlich im Cafe Puls ein in Österreich lebender Afghane zitiert.

Dass an solchen Aussagen etwas dran ist, musste auch die Wienerin Ilse Pichowetz unlängst zur Kenntnis nehmen. Seit mittlerweile 40 Jahren leitet sie ihren Kosmetiksalon im Wiener Bezirk Floridsdorf und hat seither auch zahlreiche Lehrlinge erfolgreich ausgebildet. Einer ihrer letzten Lehrlinge, nämlich ein 18 Jahre altes Mädchen und ihre aus Afghanistan stammende Familie machen ihr mittlerweile das Leben schwer.

Entlassener Lehrling droht mit Arbeiterkammer

„Zahlreiche gravierende Vorfälle führten zu einer Auflösung des Lehrverhältnisses durch Entlassung. Der Lehrling droht nun mittels der Arbeiterkammer, dass das Lehrverhältnis weiter fortgeführt werden muss. Und das, obwohl mir mein Arzt geraten und bestätigt hat, dieses Lehrverhältnis nicht fortzuführen, da es meiner Gesundheit schadet“, so Pichowetz.

Was war konkret vorgefallen? Ende Mai dieses Jahres wurde die Afghanin als Lehrling aufgenommen. Es stellte sich bald heraus, dass sie für eine solche Ausbildung vollkommen ungeeignet war. „Sie war sehr langsam und merkte sich auch sehr wenig. Ich wollte sie bereits in der Probezeit kündigen. Doch meine Mitarbeiterin meinte, ich solle ihr noch eine Chance geben“, erinnert sich die Kosmetikerin. Ein gravierender Fehler, wie sich letztendlich herausstellte und eine Kündigung nur mit erheblichen Einbußen möglich macht.

Afghanin wurde mehrmals verwarnt

Einmal, als das Lehrmädchen ihr Gelerntes in Sachen Fußpflege anwenden sollte, stach sie ihrer Chefin tief in den Zeh, was zu einer langanhaltenden Blutung führte. Auch die Hygienevorschriften wurden durch sie grob missachtet, weshalb die Chefin gezwungen war, eine Verwarnung zu verfassen, die von der Afghanin auch unterschrieben wurde. „Mitte Oktober verließ sie vor Ende der Arbeitszeit den Betrieb ohne mein Einverständnis. Die diesbezügliche Verwarnung unterschrieb sie nicht. Außerdem hat sie immer, wenn ich sie darauf aufmerksam gemacht hatte, dass etwas nicht in Ordnung durchgeführt wurde, zu weinen begonnen. Ich habe mich schon nicht mehr getraut, ihr etwas zu sagen. Deshalb wollte ich noch eine Verwarnung aussprechen, die von ihr wieder nicht unterschrieben wurde“, erinnert sich Pichowetz.

Afghanischer Bruder mit Wutausbruch im Salon

Die ausgesprochenen Verwarnungen brachten den Bruder der Afghanin auf die Palme. In Abwesenheit der Betriebsinhaberin soll er im Kosmetikstudio drohende Aussagen getätigt und dadurch die Mitarbeiterinnen sehr verängstigt haben. „Er drohte via SMS mit dem Gang zur Arbeiterkammer“, so Pichowetz, die die Nachricht gesichert hat.

Am nächsten Tag wollte Pichowetz eine Aussprache mit dem Lehrling durchführen, die in einem Eklat endete. „Im Beisein meiner Mitarbeiterin wollte ich den Lehrling zur Rede stellen. Ich ersuchte sie anfangs höflich, nicht zu weinen, worauf sie mich auf einmal anschrie. Meine Mitarbeiterin und ich waren darüber sehr erschrocken. Wir versuchten, sie zu beruhigen, aber sie schrie einfach weiter und warf mir vor, ich würde keine Lehrlingsausbildung etc. durchführen“.

Entlassung unausweichlich

Als Konsequenz für das respektlose und aggressive Verhalten des Lehrlings wurde das Lehrverhältnis von der Unternehmerin sofort aufgelöst. Sie forderte das Mädchen auf, den Salon zu verlassen. Dem leistete die Afghanin allerdings erst Folge, als die Polizei einschritt. Noch am selben Tag wurde das Entlassungsschreiben per Post gesendet.

Kritik an Arbeiterkammer

Die Afghanin antwortete mit einem Schreiben und forderte die Fortsetzung des Lehrverhältnisses. Von der Arbeiterkammer erhielt die Unternehmerin die Information, dass die AK Wien trotz der guten Argumente, die für die Unternehmerin sprechen, auf Wunsch des entlassenen Lehrlings beabsichtigt, eine Klage auf Fortbestand des Lehrverhältnisses einzubringen. „Wie soll diese Weiterführung des Lehrverhältnisses funktionieren, wenn der Lehrling die Anweisungen der Lehrlingsausbildnerin nicht befolgt? Traurig ist, dass die Arbeiterkammer so einen Lehrling unterstützt! Hier ist der Gesetzgeber gefragt!“, meint Pichowetz.

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