Sabotage: Parkbank blockierte U-Bahn in der Station Burggasse | Unzensuriert.at

Sabotage: Parkbank blockierte U-Bahn in der Station Burggasse

Sabotageakt mit einer Parkbank auf den Gleisen in der U6 Station Burggasse gefährdete Leib und Leben der Fahrgäste. Foto: My Friend / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Sabotageakt mit einer Parkbank auf den Gleisen in der U6 Station Burggasse gefährdete Leib und Leben der Fahrgäste.
Foto: My Friend / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
4. Dezember 2018 - 8:30

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Ein Sabotageakt mit potentiell weitgehenden Folgen ereignete sich am Abend des 3. Dezember 2018 auf der U-Bahnlinie U6. Im Bereich der Station Burggasse hatten unbekannte Täter eine Parkbank auf die Gleise gehievt. Durch das Hindernis wurde der U6 die Fahrbahn in Fahrtrichtung Alterlaa um 20 Uhr abends versperrt. Nur durch die Reaktionsschnelligkeit des U-Bahn-Fahrers, der noch rechtzeitig bremsen konnte, wurde ein Unfall mit erheblichem Sach- und Personenschaden noch verhindert.

Durch den trotz Schnellbremsung erfolgten Aufprall wurde die U-Bahngarnitur dennoch beschädigt. Unmittelbar nach dem Zwischenfall trafen umfangreiche Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und der Rettung im Bereich U6 Station Burggasse ein und sicherten den Tatort. Die U-Bahnlinie konnte rund eine halbe Stunde nach dem Zwischenfall wieder für den regulären Betrieb freigegeben werden.

Strafrecht: Anzeige gegen unbekannte Täter erstattet

Zur weiteren Ermittlung des Vorgangs wurde jetzt strafrechtliche Anzeige gegen die vorerst unbekannten Täter erstattet. Immer wieder kommt es im Bereich der Wiener Linien, insbesondere der U-Bahnlinien U6 und U4 zu Sabotageaktionen, indem Gegenstände auf die Bahngleise geworfen werden. Neben Parkbänken und E-Fahrrädern waren es zuletzt etwa auch Einkaufswägen von Supermarktketten, die als Blockadematerial den Bahnbetrieb stören sollten. Zuletzt fand ein solcher Sabotageakt in der U-Bahnstation Pilgramgasse auf der Linie U4 Ende Oktober statt.

Nach kriminologischen Täterprofilen kommen zwei Gruppen als potentiell Tatverdächtige ins Visier der Polizeibehörden: drogensüchtige Junkies, die Sachbeschädigungen im Rahmen ihres Zustands begehen und linksradikale Anarchisten, die hier gesellschaftspolitisch gegen Staat und Infrastruktur auftreten.

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