Führerscheinprüfung, Tierschächten: ORF und Mainstream-Medien als Anwälte der Türken | Unzensuriert.at

Führerscheinprüfung, Tierschächten: ORF und Mainstream-Medien als Anwälte der Türken

Der Hass auf das Eigene treibt seltsame Blüten: Mainstream-Medien verteidigen türkische Privilegien und qualvolles Schächten von Rindern. Foto: Molgreen / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Der Hass auf das Eigene treibt seltsame Blüten: Mainstream-Medien verteidigen türkische Privilegien und qualvolles Schächten von Rindern.
Foto: Molgreen / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
25. Juli 2018 - 14:19

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Mit dem Beschluss, wonach auch Türken in Österreich die Führerscheinprüfung wieder auf Deutsch (oder in Englisch, Slowenisch  Kroatisch) ablegen müssen, sorgt FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer für Gerechtigkeit unter all den vielen Fremden in Österreich – Hofer spricht von „Chinesen, Albanern und Arabern“ – und vor allem gegenüber dem „heimischen Steuerzahler“, der das alles finanzieren muss.

Als Verteidiger der türkischen Privilegien traten umgehend nicht nur die Austro-Türken, sondern auch die Mainstream-Medien auf.

Vorgeschobene Sorge um Fahrschulen

So schreibt der Falter, Hofer suche sich „einen imaginären Feind“, und orf.at sorgt sich um die Wiener Fahrschulen, die hier eine lukrative Einnahmequelle gefunden hatten, und die Verkehrssicherheit. FPÖ-Verkehrssprecher Toni Mahdalik hält dem entgegen: „Das Führerschein-Deutsch ist wirklich nichts Wissenschaftliches. Und wenn jemand einen Führerschein braucht und im Straßenverkehr unterwegs ist, dann kann man ihm das auch zumuten, dass er diese Ausdrücke auch lernt - auf Deutsch“.

Vorwurf an heimische Schlachtbetriebe

Auch beim Thema „Schächten“ springen Mainstream-Medien (wie zuvor schon "SOS Mitmensch") auf den gleichen Karren auf. Nicht das Tierwohl ist ihnen wichtig, sondern das Wohlbefinden von Moslems und Juden in unserem Land. Für den Standard ist der entstehende Diskurs "schrecklich“, weil geeignet," antisemitische Ressentiments neu aufleben zu lassen und Muslimenfeindlichkeit zu schüren“. Und er dreht die Diskussion geschickt gegen die einheimischen Schlachter. Dort würde „die vorgeschriebene Betäubung von Nutztieren auch bei unreligiösen, sogenannten normalen Schlachtungen sehr oft nicht funktionieren“.

Tiere: „Schützenswerte Lebewesen“

Vizekanzler Heinz Christian Strache schaltete sich am 24. Juli in die von Niederösterreichs Landesrat Gottfried Waldhäusl auf Basis eines SP-Vorschlags – unzensuriert berichtete – ausgelöste Debatte ums Schächten ein. Die Zeitung Österreich erklärt dazu, „FP-Chef provoziert mit Forderung nach Schächtungsverbot“. Doch für Strache steht diese Art der Schlachtung schlicht und ergreifend „vielerorts im Widerspruch zu geltenden Tierschutzrechten“. Außerdem seien Tiere keine „Sache“, sondern „schützenswerte Lebewesen, welche nicht gequält werden dürfen“, so der FP-Chef.

Keine Debatte zum Tierleid

Die Zeitung Österreich lässt dazu den Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Schlomo Hofmeister, zu Wort kommen, der den niederösterreichischen Vorschlag zur Beschränkung des Schächtens gleich zum „neuerlichen Versuch, jüdisches Leben einzuschränken“, erklären darf. Nicht zu Wort kommen Tierschützer.

Doch darum geht es den Medien eben gar nicht. Dass beim Schächten Rinder und Schafe qualvoll sterben, ist ihnen nicht wichtig. Wichtig sind ihnen die fremden Kulturen in Österreich und deren Umbau des Staates. Dafür verteidigen sie deren Privilegien und drehen den Spieß einfach um, indem sie den Inländern Tierquälerei vorwerfen.

Straches Büro relativiert

Unter dem medialen Druck relativierte Straches Büro später: Man lehne das Schächten zwar ab, „aus religiösen Gründen ist es aber mit einer zeitgleichen oder zeitnahen Betäubung zu akzeptieren.“ Das sei durch die Betäubung unmittelbar nach dem Schächtschnitt gewährleistet. In Österreich geschächtetes Fleisch solle es aber nur für hier lebende Moslems und Juden geben. Damit will man dem „Schächtungstourismus“ ein Ende bereiten.

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