Erdogan-Fan Mesut Özil verlässt deutsche Nationalmannschaft: Spielt er bald für die Türkei? | Unzensuriert.at

Erdogan-Fan Mesut Özil verlässt deutsche Nationalmannschaft: Spielt er bald für die Türkei?

Mesut Özil, hier im Trikot von Arsenal, würde wohl auch das National-Trikot der Türkei gut stehen. Foto: Ronnie Macdonald / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Mesut Özil, hier im Trikot von Arsenal, würde wohl auch das National-Trikot der Türkei gut stehen.
Foto: Ronnie Macdonald / Wikimedia (CC-BY-2.0)
23. Juli 2018 - 12:41

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Der türkischstämmige Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft Mesut Özil hat nun aus seinem fortgesetzten „Erdoganismus“ endlich die Konsequenzen gezogen. Der 29-jährige zieht die Konsequenzen aus seinem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und verlässt die deutsche Nationalelf mit sofortiger Wirkung und großer medialer Aufmerksamkeit.

"Rassismus" beim DFB?

Nicht auszuschließen ist, dass Özil bald in der türkischen Nationalmannschaft spielt und damit auch sportlich Erdogans Untertan wird. Während Özil dem Deutschen Fußballbund und seinen Spitzenfunktionären "Rassismus" und Respektlosigkeit vorwirft, kann er an seinem Foto-Auftritt mit Erdogan kein Fehlverhalten sehen. Vielmehr würde er dieses Foto wieder machen, da es aus Respekt vor dem höchsten Amt des Landes seiner Familie gemacht worden sei, und nicht aus politischen Gründen.

In diesem Zusammenhang verweist Özil in Stellungnahmen gegenüber Medien wiederum auf seine türkischen Wurzeln. Hätte er sich mit Erdogan nicht getroffen, hätte dies bedeutet, diese türkischen Wurzeln nicht zu respektieren.

Deutsche Nationalelf mit türkischen Einwanderern am Scheideweg?

Offensichtlich steht die deutsche Nationalelf insbesondere im Zusammenhang mit türkischen Migranten am Scheideweg. Was vor allem im letzten Jahrzehnt, auch unter aktivem Zutun der deutschen Politik, als Integrationsprojekt in der Öffentlichkeit hochgejubelt wurde, erweist sich jetzt in Sachen Türkei als Bumerang. Eine deutsche Nationalelf, die auf den "türkischen Nationalstolz" Rücksicht nehmen muss, ist eigentlich ein Widerspruch in sich und eine Themenverfehlung gegenüber dem deutschen Fußballpublikum.

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