Kampf den Internet-Giganten?

Immer mehr Zensur: Steht die massenhafte Abwanderung aus sozialen Netzwerken bevor? Foto: Franco Bouly / flickr (CC BY-ND 2.0)
Immer mehr Zensur: Steht die massenhafte Abwanderung aus sozialen Netzwerken bevor?
Foto: Franco Bouly / flickr (CC BY-ND 2.0)
13. Juni 2018 - 13:08

Das unwürdige Theater um Zensur in den sozialen Netzwerken scheint kein Ende zu finden. Längst ist es nicht mehr nur Facebook, das unliebsame Meinungen zensiert; vielmehr scheinen sich sämtliche der großen Internet-Plattformen zu einer unheiligen Allianz zusammengeschlossen zu haben, um alles zu löschen, was den Hauptstrom-Narrativen zuwider läuft.

Identitäre Bewegung (fast) spurlos verschwunden

Davon kann hauptsächlich die „Identitäre Bewegung“ (IB) ein Lied singen. Deren Konten auf den verschiedenen sozialen Netzwerken werden nämlich immer wieder zum Ziel willkürlicher Löschungen und Sperren. Nicht nur auf Facebook, auch auf Instagram, Twitter und youtube haben die jungen Patrioten einen schweren Stand.

Während die genannten Plattformen so gut wie nie gegen linksextreme oder islamistische Hassparolen vorgehen, führt bei der IB selbst tadellos formulierte Kritik schon zu Sperren und sogar kompletten Konto-Löschungen.

Auch AfD betroffen

Auch die deutsche Heimatpartei AfD hat es nicht leicht. Viele der teilweise vom Merkel-Staat bezahlten Blockwarte warten nur darauf, neue Postings von AfD-Mitgliedern bei den diversen, eigens dafür eingerichteten Stellen melden zu können. Dank des Maas‘schen Netzwerk-Durchsetzungsgesetzes (NetzDG), welches den Internet-Firmen mit saftigen Strafen droht, löschen diese aus taktischen Gründen in vorauseilendem Gehorsam fast alles, was von den linken Sittenwächtern gemeldet wird.

Was dann an Postings noch übrig bleibt, wird nicht selten zu skandalisieren versucht – wobei Beatrix von Storch und Alexander Gauland wohl die Hauptziele sind, an denen sich linke Eiferer gerne abarbeiten.

Unabhängige und Alternative

Von dieser Lösch-Willkür betroffen sind allerdings auch viele unabhängige Journalisten und Blogger sowie natürlich ungezählte Privatpersonen, die sich erfrechten, ihre Meinung öffentlich kundzutun.

Kaum ein Regierungs-, Migrations- oder Islamkritiker, der nicht schon mindesten eine 30-tägige Sperre seines Facebook-Kontos oder einen „Strike“ seines youtube-Kanals ausgefasst hätte.

Während Private jedoch einfach neue Konten anlegen können, ist die Sache für Medienschaffende nicht so einfach: Schließlich geht es um die Reichweiten, die man eben nur auf den etablierten SM-Plattformen erreicht.

Verschiedene Zugänge

Die Zugänge, wie mit diesen Stasi-Methoden umgegangen wird, sind indes recht unterschiedlich. Manche versuchen, ihre Rechte mit Hilfe von Anwälten durchzusetzen – zeitaufwendig und kostspielig, jedoch manchmal von kleinen Erfolgen gekrönt, wie der aktuelle Fall des Rechtsanwalts Christian Stahl beweist.

In dasselbe Horn stieß vor einiger Zeit auch schon der Blogger Jürgen Fritz, der im Kampf um die Meinungshoheit auf Facebook gar „die entscheidende Schlacht im Informationskrieg“ sah.

Einen ganz anderen Zugang verfolgt mittlerweile Martin Sellner. Der von permanenten Schikanen betroffene Leiter der IB Österreich hat sich mittlerweile ein Konto beim russischen Anbieter Vkontakt zugelegt sowie eine Telegram-Gruppe gegründet, um Interessierte und Freunde zensurfrei auf dem Laufenden halten zu können.

Ob Sellners Aufruf an alle Patrioten, es ihm gleichzutun und auf Facebook zu verzichten, Früchte trägt, bleibt abzuwarten; sollte dem so sein, werden sich die marktbeherrschenden Multis jedoch bald ernsthaften Schwierigkeiten gegenübersehen, denn Nutzerschwund bedeutet auch Kapitalschwund.

Altes vergeht, Neues entsteht …

Die Lösch- und Zensurorgien im Namen von "Toleranz" und "politischer Korrektheit" haben jedoch auch ihr Gutes. Nicht nur, dass sich zensurfreie Alternativen wie Vkontakt über massenhaft Neuzugänge freuen, es entstehen auch rund um die Welt neue Plattformen, die es Vater Staat viel schwerer als bisher machen, die Meinungsfreiheit zu beschneiden.

Youtube hat mit Dtube, Pewtube, Dailymotion und Bitchute bereits einige Konkurrenten an der Backe, Minds.com und Gab.ai setzen zunehmend Facebook und Twitter zu. Findige Tüftler weltweit haben die Marktlücke längst erkannt, es wird fieberhaft an neuen Verschlüsselungs- und P2P-Techniken gearbeitet, um Kommunikation wieder sicher zu machen.

Wenn die Multis sich nicht ganz schnell besinnen und offenen Meinungsaustausch wieder uneingeschränkt zulassen, zwingen sie einen Gutteil der Nutzer geradezu dazu, sich nach Alternativen umzusehen, die deren Bedürfnissen eben mehr entsprechen.

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