#Einzelfall: Nach umstrittenem Vergewaltigungs-Freispruch will Afghane Entschädigung für U-Haft | Unzensuriert.at

#Einzelfall: Nach umstrittenem Vergewaltigungs-Freispruch will Afghane Entschädigung für U-Haft

In Tulln an der Donau (Bild: Fußgängerzone Rudolfstraße) herrscht heute noch Entsetzen über den Freispruch der beiden mutmaßlichen Vergewaltiger einer 15-Jährigen. Foto: Dguendel / wikimedia.org (CC-BY-3.0)
In Tulln an der Donau (Bild: Fußgängerzone Rudolfstraße) herrscht heute noch Entsetzen über den Freispruch der beiden mutmaßlichen Vergewaltiger einer 15-Jährigen.
Foto: Dguendel / wikimedia.org (CC-BY-3.0)
1. Juni 2018 - 23:39

Es war ein Fall, der gehörig für Wirbel sorgte: Drei Männer sollen im April 2017 in der Tullner Au über eine 15-Jährige hergefallen sein und sie vergewaltigt haben. Zwei davon (ein Afghane und ein Somalier) wurden im Zuge einer Massen-DNS-Probe ausgeforscht, mussten sich im März 2018 vor Gericht verantworten und wurden vom Schöffensenat im Zweifel freigesprochen. Für die über 300 Tage in Untersuchungshaft hat die Anwältin des Afghanen nun Antrag auf Haftentschädigung eingereicht. Weiters kam bereits der Abschiebe-Bescheid. Auch hier wurde beim Verfassungsgerichtshof Beschwerde eingelegt... mehr

Weitere Einzelfalle vom 1. Juni:

Wien/Srb (Kroatien): Angeschossener Schlepperwagen stammte aus Wien
Spektakuläre Szenen auf der neuen Balkanroute in der Nacht auf Donnerstag an der kroatisch-bosnischen Grenze: Polizisten feuerten im Zuge einer wilden Verfolgungsjagd mehrmals auf einen Schlepperwagen mit Wiener Kennzeichen. Zwei Migrantenkinder im Wageninneren wurden dabei getroffen. Der Werbespruch einer Immobilienfirma ist in großen Lettern auf dem sichergestellten Schlepperwagen zu lesen - vom Lenker (laut Krone-Informationen handelt es sich mutmaßlich um einen in Österreich lebenden Bosnier) fehlt jede Spur. Dieser ist nach einer wilden Verfolgungsjagd inklusive Schussabgaben der verfolgenden Polizisten schlussendlich aus dem Lieferwagen gesprungen und in einen nahe gelegenen Wald geflüchtet... mehr

Salzburg: Entlasteter Terror-Verdächtiger kam statt frei in Schubhaft
Abid T. (27) wäre am Freitag eigentlich frei gelassen worden. Das Landesgericht Salzburg hat den Marokkaner enthaften lassen. Grund: Es gäbe keinen dringenden Tatverdacht mehr. Doch sein Anwalt, der T. aus der Justizanstalt Garsten abholen wollte, musste ohne ihn wieder fahren. Denn: T. kam umgehend in Schubhaft. Am 5. Oktober 2017 wurde Abid T. zu sechs Jahren Haft verurteilt - nicht rechtskräftig. Wegen der angeblichen Mitgliedschaft bei der Terrororganisation Islamischer Staat. Laut Anklage soll der Marokkaner quasi als „IS-Scout“ fungiert und zwei Attentätern der Pariser Terror-Zelle geholfen haben. Zwei weitere „IS-Helfer“ wurden deswegen schon rechtskräftig zu Haftstrafen verurteilt. Doch im Falle von T. hat der Oberste Gerichtshof das Urteil zur Gänze wieder aufgehoben... mehr

Innsbruck: "Südländer" stach Tschetschenen auf offener Straße nieder
Brutale Messerattacke am Donnerstag Abend in Innsbruck: Ein bisher unbekannter Täter ging nach einem vorhergegangenen Streit mitten in der Stadt in der Meinhardstraßeauf einen 40-jährigen russischen Staatsbürger (Tschetschene?) los und stach diesen mit einem Messer nieder. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen. Der Täter ist auf der Flucht. Er wird als "südländischer" Typ beschrieben... mehr

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