#Einzelfall: Polizei-Foto-Fahndung hatte Erfolg - Dunkelhäutige stellten sich als Edi-Finger-Prügler

In der U-Bahn-Staion Karlsplatz (Symbolbild) wurde Edi Finger jun. von zwei Farbigen niedergeschlagen - angeblich, weil er sie "rassistisch" beleidigt hatte. Foto: Jcornelius / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0-DE)
In der U-Bahn-Staion Karlsplatz (Symbolbild) wurde Edi Finger jun. von zwei Farbigen niedergeschlagen - angeblich, weil er sie "rassistisch" beleidigt hatte.
Foto: Jcornelius / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0-DE)
17. Mai 2018 - 0:20

Nach der Attacke auf den jungen Edi Finger im Jänner in der U-Bahn am Wiener Karlsplatz stellten sich die zwei mutmaßlichen Schläger nun freiwillig: Ein 19-Jähriger erschien am Dienstag um 12.40 Uhr auf einem Wachzimmer, ein zweiter, ebenfalls 19-Jähriger dann um 17.30 Uhr - beide gaben an, die Gesuchten zu sein. Die Unschuldsvermutung gilt. Im Unterschied zum Prügelopfer gaben die zwei an, nicht von sich aus geschlagen zu haben. "Laut ihren Angaben seien sie rassistisch beschimpft worden, dann sei es zu einem Raufhandel gekommen“, so Polizeisprecher Harald Sörös. So soll das Wort „Sch...neger“ gefallen sein. Bei den beiden handelt es sich um in Wien geborene Österreicher dunkler Hautfarbe. Woher die beiden stammen, verrät die Wiener Polizei wie üblich nicht... mehr

Hier alle Einzelfälle vom Mai 2018.

Weitere Einzelfälle vom 16. Mai:

Wien: Türkin schlug Landsfrau mit Türstopper nieder - Prozess
Ein seit Langem schwelender Nachbarschafts-Streit im Türken-Milieu endete heute, Mittwoch, mit einem Freispruch: Ayse I. (38) wurde vorgeworfen, ihre Nachbarin Meral T. (39) am 4. Dezember 2017 mit einem Türstopper aus Eisen attackiert zu haben. Doch die Anklage wegen schwerer Körperverletzung hielt vor Gericht nicht stand. Der Angriff auf Meral T. passierte laut ihrer Aussage, als sie gegen 12.50 Uhr aus der Waschküche eines Gemeindebaus in der Flachgasse (Rudolfsheim) kam. Die Kontrahentin soll sie mit den Worten "Ich bringe dich jetzt um" auf Kopf und Schultern geschlagen haben. Das Opfer wurde erheblich verletzt und musste eine Woche im Spital bleiben. Nach diversen Ungereimtheiten bei ihrer Aussage wurde ihre angebliche Peinigerin im Zweifel freigesprochen - wer die Frau wirklich verletzt hat, ist bisher nicht geklärt... mehr

Ulrichskirchen (NÖ): Polizei sucht mit Phantombild ausländischen Sex-Täter
Horrorerlebnis für eine 44-jährige Frau im niederösterreichischen Ulrichskirchen (Bezirk Mistelbach): Wie erst jetzt bekannt wurde, fiel ein Täter Ende Jänner auf einem Güterweg über das Opfer her und versuchte es zu vergewaltigen. Ein Phantombild soll nun zum unbekannten Verdächtigen führen. Der Verdächtige habe versucht, sie zu vergewaltigen, sagte die 44-Jährige. Doch der Sextäter hatte offenbar nicht mit einer derart heftigen Gegenwehr gerechnet - die Frau schlug und trat auf den Mann ein und schaffte es, sich aus seinen Fängen zu befreien. Der Mann soll gebrochen deutsch gesprochen haben... mehr

Linz: Asylwerber demolierte 34 Autos mutwillig - war auch er "schlecht drauf"?
Mindestens 34 Autos soll ein irakischer Asylwerber innerhalb von wenigen Tagen in Linz beschädigt haben. Bei seinen Taten richtete der Mann einen Gesamtschaden in Höhe von 45.000 Euro an. Ein nachvollziehbares Motiv für seine Aggression gegenüber geparkten Fahrzeugen konnte er bei seiner Einvernahme nicht nennen. Vielleicht war er ja auch "schlecht drauf" wie seine messerstechenden Kollegen aus Wien. Der Verdächtige war ursprünglich im Luxus-Polizeianhaltezentrum Vordernberg in der Steiermark in Schubhaft gesessen. Dort täuschte er eine Krankheit vor und wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus Leoben verlegt, wo ihm am 10. April die Flucht gelang. Der 37-Jährige tauchte anschließend in Linz unter. Nach einer der Taten wurde er von der Polizei im näheren Umkreis angehalten und kontrolliert. Einer engagierten Polizistin der Inspektion Linz-Lenaupark gelang es schließlich, zwischen dem Iraker und den Sachbeschädigungen eine Verbindung herzustellen... mehr

Graz: Tschetschenen betrogen Behörden, um Geld für Reise in den Dschihad zu ergaunern
Zwei mutmaßliche Dschihadisten sind am Mittwoch in Graz zu jeweils drei Jahren teilbedingter Haft verurteilt worden. Ihnen wurde neben der kriminellen Vereinigung und terroristischen Organisation auch Sozialbetrug vorgeworfen. Die beiden angeklagten Tschetschenen (23, 24) leben seit ihrer Kindheit in Graz und sind befreundet. Der 23-Jährige soll einem weiteren Freund geholfen haben, nach Syrien zu kommen, um dort für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu kämpfen. Damit dieser weiterhin Notstandshilfe bekommt, gab er sich beim Arbeitsamt bei einem Kontrollbesuch als sein Freund aus. Für dessen Mutter soll der Angeklagte Rezepte vom Arzt abgeholt haben, damit ihr von der Gebietskrankenkasse weiterhin das Krankengeld ausbezahlt wird. Mit dem Geld wurde unter anderem der Flug des zweiten Angeklagten in die Türkei bezahlt, weil dieser ebenfalls nach Syrien wollte, um dort zu kämpfen... mehr

Salzburg: Arbeitsloser Iraner saß mit 200.000 Euro Bargeld in ÖBB-Railjet
In einem ÖBB-Railjet von München nach Salzburg haben deutsche Schleierfahnder einen 28-jährigen Iraner mit 200.000 Euro Bargeld erwischt. Gegen den in Wien lebenden Mann wird wegen der Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Der Mann war den bayrischen Polizisten bereits Anfang Mai ins Netz gegangen: Der Iraner konnte sich bei der Kontrolle im Zug zwar ausweisen, wirkte jedoch zunehmend nervös. Die Fahnder nahmen deshalb sein Gepäck genauer unter die Lupe - und stießen auf genau 200.000 Euro Bargeld, die unter Wäschestücken versteckt waren. Der arbeitslose 28-Jährige erklärte den Polizisten, dass er das Geld bei einem Kurzaufenthalt in München von einer ihm bekannten Person ohne Quittung übernommen habe. Das kleine Vermögen gehöre ihm und diene einer geplanten Firmengründung in Wien... mehr

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