Wien-Simmering: Blauer Bezirkschef wird nicht eingeladen, roter aus dem Nachbarbezirk schon | Unzensuriert.at

Wien-Simmering: Blauer Bezirkschef wird nicht eingeladen, roter aus dem Nachbarbezirk schon

Rot-Grün grenzt politische Mitbewerber immer wieder aus – aktuell Bezirksvorsteher Paul Stadler bei einer verkehrspolitischen Präsentation. Foto: FPÖ-Wien
Rot-Grün grenzt politische Mitbewerber immer wieder aus – aktuell Bezirksvorsteher Paul Stadler bei einer verkehrspolitischen Präsentation.
Foto: FPÖ-Wien
6. Mai 2018 - 7:57

Die SPÖ, die beinahe in jedem Wahlkampf medienwirksam ein Fairnessabkommen zwischen den Parteien einfordert, hat offensichtlich einen eigenen Zugang zum Thema. In Wien grenzt sie den amtierenden Simmeringer Bezirksvorsteher aus, während sie den eigenen Parteikollegen aus dem Nachbarbezirk hofiert.

Neue Straßenbahn für Simmering und Favoriten

Im September 2017 stellten SPÖ-Stadträtin Ulli Sima und die Wiener Linien die Pläne für die neue Straßenbahnlinie von Kaiserebersdorf zur U3-Station Enkplatz vor. Die neue Linie, durch Kundenwahl auf den identitätsstiftenden Namen „elf“ (für 11. Bezirk, Simmering) getauft, soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Betrieb gehen.

Am 7. Mai werden neue Details zur Straßenbahnlinie 11 präsentiert. In der Einladung zur Veranstaltung werden nicht nur Stadträtin Sima und der Verkehrssprecher der Grünen, Rüdiger Maresch, sondern auch Vertreter der Bezirke Simmering und Favoriten angekündigt. So wurde der rote Favoritener Bezirksvorsteher Marcus Franz informiert. Wer allerdings nicht eingeladen wurde, ist der Bezirksvorsteher des hauptbetroffenen Bezirks Simmering!

„Offenbar steckt da eine Strategie dahinter“, vermutet Stadler in der Print-Ausgabe der Kronen Zeitung vom 4. Mai, denn nicht zum ersten Mal wurde auf den blauen Bezirksvorsteher „vergessen“. Stattdessen werden SPÖ-Mandatare aus dem Bezirk prominent ins Bild gerückt.

Rote Strategie: Informationen ankündigen und nicht geben

„Außerdem hat man mir zugesagt, mich zu informieren, wenn es Neues zur Linie 11 gibt“, so Stadler. Den politischen Vertretern Informationen zuzusichern, die dann nie eintreffen, ist eine übliche Taktik im roten Wien. Anschließend pflegen die roten Bezirksvertreter ihren Mitbewerbern in der Regel vorzuwerfen, sich sachlich nicht einzubringen, wie ein Bezirksrat gegenüber unzensuriert zu berichten weiß.

Stadträtin Sima: „Mein Name ist Hase“

Das Büro von Stadträtin Sima gibt sich überrascht und redet sich auf die untergeordneten Dienststellen aus. Es würde keinen Boykott geben – gegen Stadler oder gegen Sima?

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