SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima schweigt zu Biotop-Zuschüttung auf Neustifter Friedhof

Als Lebensraum für Amphibien und Insekten noch beworben, wurde das Biotop einfach zugeschüttet, um Bauland zu gewinnen. Foto: Wiener Naturwacht
Als Lebensraum für Amphibien und Insekten noch beworben, wurde das Biotop einfach zugeschüttet, um Bauland zu gewinnen.
Foto: Wiener Naturwacht
12. Januar 2018 - 9:00

Wer sonst als die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) wäre zuständig, wenn am Friedhof Neustift am Walde - so die Behauptung der Wiener Naturwacht - ein Biotop mit selten vorkommenden Tieren zerstört wird? Die rote Stadträtin schweigt aber dazu. Zwei Mail-Anfragen von unzensuriert an das Büro von Sima blieben bis dato unbeantwortet.

Natur- und Tierschutz ignoriert

Allein schon das ist ein Skandal. Medien einfach keine Antwort zu geben, wenn die Fragen unangenehm oder unbequem sind, zeugt nicht gerade von einem modernen Demokratieverständnis. Allerdings ist es in Wien offenbar auch mit dem Umwelt- und Tierschutz nicht weit hergeholt, betrachtet man ein geplantes Wohnbauprojekt auf einem ehemaligen Gärntnereigelände auf dem Neustifter Friedhof im 18. Gemeindebezirk Währing.

Bei Lokalaugenschein angeblich nichts gesehen 

Die Wiener Naturwacht schlägt seit Wochen Alarm, dass auf dem Areal ein Biotop einfach zugeschüttet wurde und damit streng geschützten Tieren, wie Smaragdeidechsen, Schlangen und Salamander der Lebensraum genommen wurde.

Als sich die Naturwacht bei der Wiener Umweltanwaltschaft darüber beschwerte, kam die schriftliche Antwort, dass mit der Zuschüttung des Biotops nicht gegen das Wiener Naturschutzgesetz verstoßen wurde. Ein Sachverständiger der Magistratsabteilung 22 (Umweltschutz) habe bei einem Ortsaugenschein die Reptilien nicht gesehen. Wen wundert's, wurde dieser Augenschein, wie die MA 22 selbst schreibt, doch am 7. November 2017 durchgeführt - und um diese Jahreszeit sind die genannten Arten bereits im Winterschlaf.

Grundstück praktisch hergeschenkt

Zum Schweigen von SPÖ-Umweltstadträtin Sima und dem Umwelt- und Tierschutzskandal, gesellt sich in dieser Causa aber noch eine andere aufklärungsbedürftige Begebenheit: Das Grundstück wurde, wie die Kronen Zeitung berichtet, dem Bauträger praktisch geschenkt. Die Krone schreibt:

Laut Kaufvertrag (die "Krone" hat das Papier) verkaufte die Friedhöfe Wien GmbH als Tochterunternehmen der Stadtwerke das wertvolle Bauland um nur 765.053 Euro an den Wohnfonds Wien. Das macht einen Quadratmeterpreis von 109,70 Euro. Nach Einschätzung von Immobilienmaklern kostet der Quadratmeter in dieser Top-Lage jedoch etwa 1400 Euro, also das Dreizehnfache (!) der verlangten Summe.

Der Wohnfonds Wien erteilte dann – ebenfalls günstig – der EBG (Gemeinnützige Ein- und Mehrfamilienhäuser Baugenossenschaft) das Baurecht für einen Jahreszins von 49.896 Euro. Die EBG wird auf dem Grund ab März 70 Wohnungen bauen, nur 25 werden sehr günstige "Smartwohnungen".

Kein Protest der grünen Bezirksvorsteherin

Die Zeitung wundert sich dann noch, dass Währings grüne Bezirksvorsteherin Silvia Nossek nicht heftig gegen das Projekt protestierte. Warum wohl? Vielleicht deshalb, weil es ja ihre Parteifreunde vom Stadtplanungsressort waren, die der lukrativen Umwidmung von Grün- in Bauland zustimmten? Der Turmbau beim Eislaufverein läßt grüßen...

 

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Kommentare

Wenn Konzerne, Kleinunternehmen, Sebastian Kurz und die FPÖ Wiesen zubetonieren, mit dem Diesel fahren, Bäume abholzen, zu viel Heizen, angestammte Völker vertreiben, das Weltkulturerbe aufs Spiel setzen und das Verhältnis zwischen Einwohnern und Erholungsraum verschlechtern, ist es schlecht.
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Ja und wenn sie selbst es tun?
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Dann muss es einem höheren Ziel dienen, das zu verstehen ein niederes Nazi-Idiotenvolk zu dumm ist. Wie soll es auch, da es doch die FPÖ und Sebastian Kurz gewählt hat und nicht einmal die brennende Notwendigkeit von Gender-Studies und der totalen Toleranz gegenüber Scharia-Terror begreift, wo man es doch so gut mit allen Menschen meint.
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QVOD.LICET.IOVI.NON.LICET.BOVI
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Ceterum censeo schariam delendam esse!

Wie kam diese "Dame" in dieses Amt?
Hoffentlich gibt es bald NEUE HERREN IM RATHAUS, um endlich UNSER WIEN wieder auf den VORDERMANN ZU BRINGEN !!!

von diesem rot/grünen Regierungstrupp zu Wien: Unnötig.

War Sie nicht auch bei der "GRAS?" als Sie studierte, diese Kärtnerin? Dann noch der "ungute" Beigeschmack, dass Sie von "Grün" nach "ROT" wechselte! Dann noch der "hochintelligente" Sachverständige der MA 22, der im Spätherbst auf Reptiliensuche geht! Und Sie, die Befürworterin des Bundestierschutzgesetzes (2004) hat auch keine Ahnung? Die Intelligenz ist eben begrenzt, aber die Dummheit nach oben offen!

Außerdem, wieso sollte sollte man für die Umwelt zuständig sein, wenn damals der zu vergebende freie Superjob nur als adäquater Versorgungsposten für verdiente Genoss(inn)en heran gezogen wurde?

sind nur vor Wahlen für Umweltschutz. In Wahrheit sind sie ausschließlich für alles Krankmachende!

Hagen von Tronje

 
... sind die wahren Umweltschützer!
 
Die offiziellen "grünen" Leit-Rindviecher hingegen sollte man wegen Volksverhetzung verklagen, weil sie Teile der Bevölkerung gegeneinander aufhetzen, z.B. Frauen gegen Männer. Das Märchen, dass in Österreich Frauen benachteiligt werden und systematisch weniger Lohn erhalten, ist eine Volksbetrugslüge, deren Verbreitung man als Hass- und Fake-News bezeichnen muss.

Ich fordere: Freiheit und Souveränität für Österreich!

Sima:"Umweltschutz ist für mich ganz eng mit Lebensqualität verbunden. Diese für alle Wienerinnen und Wiener noch weiter zu verbessern, ist meine tägliche Motivation!” ("Über mich" im Web)
Klingt gut und doch ist der Widerspruch sogar für einen "Laien" sofort erkennbar, wenn nun wie geschehen einfach der Umweltschutz zu Grabe getragen und zubetoniert wird. So lange solche Leute in der Politik sitzen wird sich auch nichts zum Guten ändern!
"Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er." (Martin Luther)

Bild des Benutzers Steppenwolf
Bild des Benutzers Steppenwolf

Geld wird auch irgendwohin in ein Biotop geflossen sein - versickert eben.

Islamverbot
Der Islam ist mit unseren Gesetzen unvereinbar
RECHTSGUTACHTEN:
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