Donald Trump will linken Medien den „Fake News Award“ überreichen

"Fake News" - beliebter Vorwurf der etablierten Medien gegenüber dem Internet. Donald Trump will ihnen zeigen, dass sie die Verbereiter von falschen Nachrichten sind. Foto: Nicholas Boos / flickr  CC BY-SA 3.0
"Fake News" - beliebter Vorwurf der etablierten Medien gegenüber dem Internet. Donald Trump will ihnen zeigen, dass sie die Verbereiter von falschen Nachrichten sind.
Foto: Nicholas Boos / flickr CC BY-SA 3.0
9. Januar 2018 - 12:03

Einen Preis für die „unehrlichsten und korruptesten Medien des Jahres" hatte Donald Trump angekündigt. Die „Verleihung“ musste er nun auf den 17. Jänner verschieben – und schon ergießen sich Spott und Hohn über den US-Präsident. Ein TV-Talkmaster des Senders CBS strebt sogar den Preis an, denn „nichts macht dich glaubwürdiger, als wenn Donald Trump dich einen Lügner nennt".

Donald Trump ist nicht gut auf die Medien zu sprechen. Rund 200 der wichtigsten hatten im Wahlkampf seine Konkurrentin Clinton unterstützt, ihn lediglich sieben. Seinen Erfolg verdankt der Mann mit der eigenartigen Frisur nachweislich den sogenannten alternativen Medien, vor allem aus dem Internet..

Versuchte Knebelung des Internets mit politischer Stoßrichtung

Und gegen sie ziehen zahlreiche europäische Politiker, allen voran Bundesjustizminister Heiko Maas von der SPD, ins Feld. Denn wer den Zugang zu den Informationen kontrolliert, kann seine Machtposition behalten. Zum Brexit-Referendum schrieben sich die Journalisten der „Leitmedien“ in Österreich und der Bundesrepublik Deutschland die Finger wund, als müssten sie jemanden überzeugen. Die Briten stimmten dennoch für den EU-Ausstieg.

Zu den US-Präsidentschaftswahlen wiederholte sich das Szenario, als würde die Wahl in Wien oder Berlin entschieden. Die US-Bürger wählten dennoch Donald Trump. Zur Bundestagswahl wurde in der „Qualitätspresse“ gegen die AfD gehetzt wie gegen keine Partei zuvor. Dennoch zog sie in den Bundestag ein und belegt auf Anhieb Platz drei unter sechs Parteien.

"Fake News" schuld an Brexit, Trump und "Rechtsruck"

Die Anschuldigung der Etablierten lautet: Schuld an diesen unerwünschten Entwicklungen seien in allen Fällen Falschmeldungen, sogenannte „Fake News“, im Internet. Dort könnten sie unkontrolliert verbreitet werden und würden die Wahlentscheidungen der Bürger negativ beeinflussen. Die klassischen Medien seien dagegen ein Garant der Seriosität. Nicht gesagt, aber gemeint ist dabei: Gäbe es das Internet nicht, gäbe es keinen US-Präsidenten Trump, keinen Brexit, keine AfD-Bundestagsfraktion und vielleicht auch keine FPÖ in der Regierung.

Internet sorgt für Überprüfbarkeit von Nachrichten

Eine Studie der Michigan State University widerspricht jedoch dieser Behauptung. Und das aus einem ganz einfachen Grund. Dank der unzähligen Möglichkeiten, die das Internet bietet, lässt sich heute mit viel größerer Leichtigkeit eine im Web aufgeschnappte Nachricht überprüfen, als früher eine über die klassischen Kanäle verbreitete Meldung.

Wenn in sozialen Netzwerken eine Meldung unglaubwürdige oder paradoxe Behauptungen enthält, können diese zwar unkontrolliert weiterverbreitet werden. Wem aber Zweifel kommen, der kann die Glaubwürdigkeit leicht und schnell überprüfen. Und das alles online und ohne großen Zeitaufwand. Dieselbe Nachricht, die über Internet Verbreitung findet, kann im Internet auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden. Eine solche Verifizierung war in der Zeit vor dem Internet für Meldungen, die von Tageszeitungen oder dem Fernsehen verbreitet wurde, kaum oder nur mit großer Mühe und großem Aufwand möglich.

"Fake-News"-Diskussion interessengeleitet

Daher erweist sich die ganze "Fake-News"-Diskussion als interessengeleitet. In der Tat genügt ein Blick, um zu sehen, wer sich beim Ruf nach dem Internet-Maulkorb und beim Ruf nach dem Staatsanwaltschaft besonders hervortut: die Trump- und Brexit-Gegner, die FPÖ- und AfD-Gegner und natürlich die klassischen Medien, die sich als Tugendwächter in Pose werfen. Dass sie auch die Zensoren der Volksmeinung sein wollen, das sagen sie freilich nicht.

Das Strafgesetzbuch eines jeden europäischen Landes verfügt bereits über völlig ausreichende Instrumente, um kriminelle Vergehen zu ahnden. Auch hier gilt der Grundsatz: So viel Staat wie nötig und so wenig Staat als möglich. Und auch hier muss der Maßstab gelten: keine Sondergesetze.

Donald Trump dreht den Spieß um

Unwahre Geschichten und Manipulationen finden in den etablierten Medien sehr oft unwidersprochen ihren Niederschlag, dort sind oftmals die "Fake News" zu Hause. Dass „Qualitätspresse“ und „Fake News“ gut zusammenpassen, deckte nicht zuletzt Unzensuriert kürzlich wieder auf. Und nimmt Donald Trump den Kampf gegen diese „Lügenpresse“ auf. Mit seiner geplanten Auszeichnung von dreisten Lügengeschichten in den „Qualitätsmedien“ hält er ihnen den Spiegel vor. Geplant für den 17. Jänner 2018.

 


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