Eltern des „italienischen Neujahrsbabys“ aus der Dominikanischen Republik | Unzensuriert.at

Eltern des „italienischen Neujahrsbabys“ aus der Dominikanischen Republik

Die Zukunft der europäischen Jugend. Immer mehr Neujahrsbabys stammen von Migranten und nicht der autochthonen Bevölkerung. Foto: Melvin "Buddy" Baker / flickr ((CC BY 2.0)
Die Zukunft der europäischen Jugend. Immer mehr Neujahrsbabys stammen von Migranten und nicht der autochthonen Bevölkerung.
Foto: Melvin "Buddy" Baker / flickr ((CC BY 2.0)
3. Januar 2018 - 11:00

Unzensuriert berichtete bereits über den hohen Anteil an ausländischen Neujahrsbabys in Deutschland und Österreich. Aber auch im restlichen  Westeuropa wurden 2018 sehr oft Migranten Eltern eines Neujahrskindes, beispielsweise in Italien. „Auch in der Provinz nimmt die Zahl der ausländischen oder eingebürgerten Neugeborenen zu“, so die Tageszeitung Libero.

Italien, wo Papst Franziskus mit besonderer Wirkung auf die Innenpolitik die Aufnahme aller Einwanderer fordert, der „Guten wie der Schlechten“, und in zwei Monaten Parlamentswahlen bevorstehen, stammt das erste Kind, das 2018 das Licht der Welt erblickte, von Eltern aus der Dominikanischen Republik.

"Sieg der Ausländer über die Italiener"

Polemisch schrieb die italienische Tageszeitung Libero: „1918 wurde am Ende des Ersten Weltkrieges der Sieg Italiens über die Ausländer gefeiert. Hundert Jahre später droht 2018 der Sieg der Ausländer über die Italiener. In Erwartung der Ius soli haben die Einwanderer in Italien eine Art Ius nominis erworben. Anstatt, dass sie Italiener werden, nimmt die italienische Bevölkerung immer stärker fremde Züge an.“

Rom, Turin, San Remo: Erste Kinder 2018 keine Italiener

Die beiden ersten Kinder, die in Rom im neuen Jahr das Licht der Welt erblickten, sind keine Italiener. Die Eltern des ersten Mädchens sind Moldawier, die Eltern des ersten Buben Philippinos.

Das erste Mädchen, das in Turin geboren wurde, stammt von moslemischen Ägyptern, der erste Bub von Nigerianern. Das letzte Kind, das noch 2017 das Licht der Welt erblickte, stammt von Chinesen.

In Pordenone stammen sie aus Mazedonien, in San Remo aus Nigeria, in Pinerolo aus Albanien, in Kalabrien aus Indien und Marokko.

Ausländeranteil in Italien offiziell bei 8,3 Prozent

Laut offiziellen Angaben beträgt der Ausländeranteil in Italien 8,3 Prozent (Einbürgerungen nicht mitgerechnet). Bei den Neugeborenen ist der Ausländeranteil deutlich höher. Unter den Null- bis Fünfjährigen beträgt er laut neuesten Zahlen 14,8 Prozent. Zusammen mit den eingebürgerten Neo-Italienern erhöht sich der Anteil noch einmal deutlich.

Derzeit erhalten die in Italien geborenen Kinder mit Vollendung des 18. Lebensjahres die Möglichkeit der Einbürgerung. Laut Libero wird sich der Anteil der in Italien wahlberechtigten Neo-Italiener bis 2036 gegenüber heute verdoppelt haben.

Fünf Prozent der Asylanträge werden positiv beschieden

Von den illegalen Einwanderern, die über die Mittelmeer-Route kommen und die internationalen Schlagzeilen füllen, haben in den zurückliegenden drei Jahren lediglich fünf Prozent nach geltendem Recht Asyl gewährt bekommen (im Vergleich dazu: Österreich bescheidet mehr als 50 Prozent der Asylanträge positiv!). Aber nur fünf Prozent wurden 2017 auch tatsächlich abgeschoben.

Zwei Drittel erhalten unter neu erfundenen, von keinem Völkerrecht gedeckten „humanitären“ Titeln provisorisches Aufenthaltsrecht, aus dem in der Regel ein dauerhaftes wird. „Humanitär“ steht für keinen Rechtstitel, sondern für die politische Willkür von Gutmenschen. Ein Drittel erhält selbst damit keine Aufenthaltserlaubnis, darf aber dennoch in der Illegalität im Land bleiben. Mit besonderer Nachhaltigkeit pfeift der Staat auf sein eigenes Recht.

Lega Nord kritisiert Papst und Kirche offen

Matteo Salvini, der Vorsitzende und Spitzenkandidat der Lega Nord bei den bevorstehenden Parlamentswahlen, besuchte zum Jahresschluss eine Messe in Bormio im Veltlin, wo er den Weihnachtsurlaub verbringt. „Ich besuche die Messe und höre den Priester sagen, dass wir alle Einwanderer aufnehmen müssen“, so Salvini anschließend auf Facebook. „Ich denke an die Millionen von Italienern ohne Haus, ohne Arbeit und an die Kinder, die in Italien in Armut leben. Und ich bete für sie. Amen.“

Zum Neujahrstag musste Salvini von Papst Franziskus dasselbe hören, was er bereits vom Pfarrer in Bormio gehört hatte. Man müsse „alle“ aufnehmen, dürfe „ihre Hoffnungen nicht zerstören“. Man müsse den „Flüchtlingen und Migranten den Frieden sichern“ und dürfe nicht „Rassismus fördern“.

Statt Frauen und Kinder junge Männer mit Smartphones

Salvini antwortete dem Papst, wie er dem Pfarrer geantwortet hatte. Dieses Mal nicht auf Facebook, sondern bei einer Versammlung in Bormio. „Der andere Papst, wir haben nämlich zwei Päpste, Papst Benedikt, hat gesagt, dass in dieser historischen Epoche vor dem Recht auszuwandern das Recht zu garantieren ist, nicht auswandern zu müssen. Wenn die Lega Nord an der Regierung sein wird, werden wir allen, die ein Recht darauf haben, Aufnahme gewähren. Wenn ich in Bormio Frauen und Kinder aus Syrien sehe, will ich das akzeptieren. Aber ich sehe weder in Bormio noch in Mailand geflüchtete Frauen und Kinder aus Syrien, sondern junge Männer mit Mobiltelefon und schicker Kleidung, die Schneeballschlachten machen.“

"Fast keiner der Einwanderer ist vor einem Krieg geflüchtet"

Deutlicher wurde dann Salvinis Vize Roberto Calderoli: „Der Vatikan und der Papst missbrauchen die Glaubensbotschaft, um darin politische Botschaften zu verpacken. Beim ersten Angelus im neuen Jahr forderte der Papst auf, die Einwanderer aufzunehmen, die vor dem Krieg fliehen, um ihnen Frieden zu schenken. Das ist eine verzerrte Wiedergabe unserer Wirklichkeit. Fast keiner der 120.000 Einwanderer, die 2017 Italien mit dem Boot erreichten, ist vor einem Krieg geflüchtet.“

Und weiter: „Unsere Geschichte ist nicht jene der Amir, Cauto, Goodness, Hadega, Harshita, Hanozhen ..., die kurz nach Mitternacht geboren wurden. Es wäre Zeit, aufzuwachen und diesen Verlust, bevor er irreversibel ist, aufzuhalten. Wir sollten uns nicht nur als Wähler wiederentdecken, die Verantwortung für das Ganze zu tragen haben, sondern auch als Zeuger neuen Lebens.“

Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.