Heumarkt: Chorherrs Unterstützung des Investorenprojektes im Zwielicht | Unzensuriert.at

Heumarkt: Chorherrs Unterstützung des Investorenprojektes im Zwielicht

Unter Beschusss: die umstrittene Heumarkt-Verbauung durch Chorherrs stadtplanerische Aktivitäten. Foto: CC BY-SA 3.0
Unter Beschusss: die umstrittene Heumarkt-Verbauung durch Chorherrs stadtplanerische Aktivitäten.
Foto: CC BY-SA 3.0
31. Oktober 2017 - 8:26

Wie unzensuriert berichtete, gerät Gemeinderat und Planungssprecher der Grünen Christoph Chorherr zunehmend unter politischen Druck. Sein Verein S2Arch hatte Förderungen in der Höhe von 100.000 Euro durch die Stadt Wien und Spenden in der Höhe von 725.000 Euro aus der Bau- und Immobilienbranche erhalten.

Heumarkt-Widmung als Gegenleistung für Spenden?

Immer lauter wird die Frage diskutiert, ob es für die Spenden irgendwelche Gegenleistungen seitens der Stadtplanung, also von Chorherr, gegeben hat, etwa den Beschluss jenes Flächenwidmungsplans, der am Heumarkt eine Hochhausbebauung zulässt, die wiederum vom Immobilienspekulanten Michael Tojner für einen 66 Meter hohen Wohnturm gebraucht wird. Während Tojner Aufsichtsratvorsitzender bzw. Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter der Finanzberatungsfirma Ithuba Capital AG war, spendete diese Firma 200.000 Euro an Chorherrs Verein.

Keine Vorteile für die edlen Spender?

Chorherr geht nun in den Angriff und kündigt rechtliche Schritte gegen jene Personen an, die bei der Pressekonferenz am 28. Oktober 2017 die eigenartigen Verflechtungen aufdeckten und Chorherr unter anderem wegen Verdachts auf Missbrauch der Amtsgewalt, Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsannahme und verbotener Intervention bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft anzeigten. „Soweit ich weiß, hat niemand auch nur den Funken eines Indizes, dass das zutrifft“, erklärte der in die Enge getriebene Grüne der Presse. Niemals habe jemand, weil er gespendet habe, einen Vorteil bei einem Widmungsverfahren gehabt.

Chorherr: Keine Antwort auf Rückfragen

Die Antwort auf die Frage zur schiefen Optik verschwurbelte Chorherr: Man könne über strengere "Compliance-Regeln" reden, diese müssten jedoch für ganz Österreich und alle Politiker, die Spenden lukrieren, nicht nur für ihn, diskutiert werden. Womit Chorherr genau keine Antwort zur Heumarkt-Verflechtung gab.

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