Fake News Wochenschau: Schuld sind Putin und die Christen, niemals der Islam | Unzensuriert.at

Fake News Wochenschau: Schuld sind Putin und die Christen, niemals der Islam

Die Wort- und Bildwahl verrät, wen die Mainstream-Medien belasten und wen sie freisprechen wollen. Foto: Unzensuriert.at
Die Wort- und Bildwahl verrät, wen die Mainstream-Medien belasten und wen sie freisprechen wollen.
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28. Mai 2017 - 12:11

Die Bombardements durch das steinzeit-islamische Königreich Saudi-Arabien auf den Jemen werden als Hilfe für ein bedrängtes Regime verkauft, die Terrorangriffe ebenso strenggläubiger Moslems auf den Philippinen als Akte des Rebellentums. Die Widerwärtigkeiten, mit denen die auch nicht gerade vom islamischen Liberalismus getriebenen Tschetschenen gerade Jagd auf Schwule machen, sind für den Mainstream beim besten Willen nicht mehr schönzureden - also trägt Wladimir Putin daran Schuld. Apropos Schuld: Wenn Christen zusammenkommen, darf an ihr kein Zweifel bestehen, auch dafür sorgen die Medien. Hier die einzelnen Aspekte dieses merkwürdigen Gesamtbildes in unserer Fake News Wochenschau

22. Mai
Einseitige Berichterstattung im Jemen-Konflikt in der ARD
Wenn sich die Anhänger von unterschiedlichen Spielarten des Islam einmal mehr die Schädel einschlagen, anstatt in den Schäuble'schen „Dialog“ zu treten, der angeblich harmonisches Zusammenleben mit und innerhalb dieser Religion garantieren soll, so bestünde Prinzip kein Bedarf, einseitig Partei zu ergreifen. Die „westliche  Wertegemeinschaft“ steht jedoch auf Seiten der Sunniten, wie wir es vom Syrien-Krieg her kennen und was jetzt wohl durch die Trump-Visite in Saudi-Arabien bestätigt wurde. Dort präsentierte man sich als Verbündeter des erzkonservativen, wahhabitischen Ölstaates, wohl auch vor dem Hintergrund der milliardenschweren Rüstungsaufträge, welche die Saudis westlichen Staaten ständig zukommen lassen. Und diesem Verbündeten hält man auch in der öffentlichen Berichterstattung fest die Stange. Obwohl es keinerlei Anhaltspunkte gibt, dass die schiitischen Iraner Kriegspartei im Jemen-Krieg sind, schaut die Berichterstattung in der ARD (Minute 10.10) dann so aus. ARD-Sprecher Jan Hofer:

Der Jemen liegt im Süden der arabischen Halbinsel. Seit 2015 haben sich die Auseinandersetzungen im Land verschärft. Vom Iran unterstützte Houthi-Rebellen kämpfen gegen die Regierung. Die wiederum erhält Hilfe von Saudi-Arabien.

Saudi Arabien, welches dieses arme Land bombardiert, wird hier also als „Helfer“ genannt. Einer allfälligen künftigen Attacke der „Wertegemeinschaft“ auf den Iran soll damit wohl auch stimmungsmäßig der Boden bereitet werden.

24. Mai:
ARD schiebt muslimische Schwulenfeindlichkeit in Tschetschenien Putin unter

Die ARD-Tagesthemen (ab Minute 17:25) befasst sich in einem ausführlichen Beitrag mit der Schwulenfeindlichkeit in der zu fast hundert Prozent muslimischen autonomen Republik Tschetschenien. Mein erfährt, wie dort diese bedauernswerten Personen verfolgt, gedemütigt und misshandelt werden. Nur wer ist schuld daran? Doch nicht die Moslems etwa? Nein – Erraten: der „böse“ Putin! Diese Hetze geht sogar so weit, dass die ARD-Moderatorin Pinar Atalay den Präsidenten gleich zu Beginn ihrer Beitragsankündigung ins Spiel bringt, und zwar so:

Präsident Putin stellte Schwule und Lesben schon mal mit Pädophilen auf eine Stufe und seit der Einführung eines Gesetzes gegen sogenannte Homosexuellenpropaganda, beklagen Menschenrechtler ein Klima des Hasses.

Komisch nur, dass ausgerechnet das einst international gefeierte russische Mädchen-Duo t.A.T.u eines der letzten Tabus der Popmusik brach. Denn im Videoclip zu ihrem Hit "All the Things She Said", kam es zum Austausch von Zärtlichkeiten zwischen den beiden Popsternchen Elena Katina und Julia Wolkowa. Das war damals sogar dem ZDF zu viel und so wurde ihr Kuss beim Auftritt in der „Wetten-dass-Sendung“ im Jahr 2003 laut DIE ZEIT „visuell verfremdet“.

25. Mai:
Bildauswahl mit verzerrter Botschaft auf ORF-Webseite
Der Evangelische Kirchentag fand diese Woche in Berlin statt. Die mediale Präsenz ist zwar bei weitem nicht so groß wie die beinahe schon euphorische Berichterstattung zum zeitgleich dazu beginnenden Ramadan, handelt es sich beim Kirchentag doch „nur“ um eine christliche Veranstaltung. Einzig das Auftreten des vormaligen US-Präsidenten und Ex-Messias, der ja bekanntlich eine große Zukunft als Friedens- und Heilsbringer hinter sich hat, verleiht der Veranstaltung gewisse Aufmerksamkeit in den Medien. Das geht sogar so weit, dass auf der Webseite des Kirchentages von einer Obama-Veranstaltung die Rede ist.

Die Berichterstattung des ORF wird auf dessen Webseite mit einem Foto des Kirchentages unterlegt. Allerdings nicht des aktuellen Kirchentages, sondern aus dem Jahr 2011 in Dresden. Warum wohl? Vermutlich, weil dort ein  übergroßes Transparent mit der Aufschrift “Vergib uns unsere Schuld“ zu sehen ist. Schwer vorstellbar, dass die ORF-Redakteure mit dieser Passage aus dem Vaterunser die Bitte um Vergebung an den lieben Gott weitergeben wollen, hier soll wohl eher die kollektive „Schuld“ abseits der Erbsünde einmal mehr in den Vordergrund geschoben und weiter einzementiert werden. Bußfertige Schuldneurotiker sollen doch keineswegs aussterben – auch nicht im Jahre 2017.

26. Mai:
ORF: Islamistische Mörderbanden als „Rebellen“ bezeichnet
In der ZIB-Nachrichtensendung des ORF am 26. Mai um 13 Uhr wurden - analog zu den Söldnern, die völkerrechtswidrig in Syrien ihr Unwesen betreiben - auch die Terroristen auf den Philipinnen als „Rebellen“ bezeichnet. Hier soll wohl vor dem Hintergrund der islamistischen Anschläge in England und Ägypten nicht „schon wieder“ von islamistischen Terrortaten die Rede sein. Das könnte womöglich bei den Leuten nicht gut ankommen und unerwünschte Irritationen auslösen. Daher bedient man sich des vergleichsweise wertneutralen Begriffes „Rebellen“, was soviel wie Aufständische bedeutet. Die meisten von ihnen freilich - auch das erfährt man immerhin - stehen nicht in ihrem Heimatland auf, sondern sickern aus Malaysia und anderen islamischen Staaten ein.

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