Gabalier gibt nicht nach: Ich singe den Original-Text der Bundeshymne | Unzensuriert.at

Gabalier gibt nicht nach: Ich singe den Original-Text der Bundeshymne

Der Jungmusiker Gabalier sang die Originalversion der Bundeshymne. <br> Foto: Manfred Werner - Tsui / wikimedia (CC BY-SA 3.0)  Foto: Manfred Werner - Tsui / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Der Jungmusiker Gabalier sang die Originalversion der Bundeshymne. <br> Foto: Manfred Werner - Tsui / wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Foto: Manfred Werner - Tsui / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
25. Juni 2014 - 9:28

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Das Formel 1-Wochenende im steirischen Spielberg ist zu Ende und damit auch ein fulminantes Grand-Prix-Wochenende. Doch nicht jeder ist nur am Sport und dem Rennvergnügen der Extraklasse interessiert, zu dem tausende Besucher angereist sind. Wenn nämlich der junge Sänger Andreas Gabalier die österreichische Bundeshymne zum Besten gibt, ihm live und über den Bildschirm Tausende zujubeln, ist das für die Grünen wieder Grund genug Radau zu machen.

Ein Schuss nach hinten für die Grünen

Aktueller Grund: der „Volks-Rock'n Roller“ Gabalier hatte sich erdreistet, die Original-Version der Bundeshymne zu singen. Dabei sang Gabalier jedoch nicht die metrisch holprige Version von großen „Töchtern, Söhnen“, wie sie seit Ende 2011 in einem Gesetzesbeschluss festgehalten wurde, sondern, wie es in der Originalfassung der Bundeshymne von Paula von Preradovic steht: „Heimat bist du großer Söhne“. Grund genug für die politisch korrekten Medien und linken Politiker, wieder einmal ein Exempel an jemandem zu statuieren, der nicht mit den Wölfen heult.

Auch für die „Grünen Frauen“ war dies ein willkommener Anlass, einen mehr als peinlichen „Offenenen Brief“ an Gabalier zu senden:

Die Grünen Frauen in Wien wenden sich in diesem Offenen Brief an Sie, um auf das unmögliche Vorgehen Ihrerseits beim Start der Formel I am Sonntag, 22. Juni, aufmerksam zu machen.

Ihre Weigerung, die aktuelle Version der österreichischen Bundeshymne zu singen, in welcher auch die historischen Leistungen der Frauen gewürdigt und somit auch die Töchter „besungen“ werden, ist nicht akzeptabel. (...) Ist Ihnen die neue Version bzw. dieser Gesetzesbeschluss nicht bekannt? Oder haben Sie ihn willkürlich ignoriert? Wenn das der Fall ist, ersuchen wir um eine Klarstellung, aus welchem Grund Sie die Gesetzesbeschlüsse umgehen. …“

90 Prozent der Österreicher sind für die Originalversion der Bundeshymne

Sollten die „Grünen Frauen“ (der „Offene Brief“ war natürlich namentlich nicht unterzeichnet) gedacht haben, den Steirer so öffentlich unter Druck setzen zu können, so sahen sie sich schon bald getäuscht. Der Schuss ging nach hinten los. Egal, in welchem Forum im Netz diskutiert wurde: die Ablehnung des anmaßenden und aggressiven grünen Textes war auch bei denjenigen, die keine Gabalier-Fans sind, ganz einhellig. So hagelte es schon wenige Minuten nach dem Publikwerden des Schreibens, überall massive Kritik.

Gabalier: Es gibt „keinen Anlass, die Hymne anders zu singen“

Der inzwischen europaweit beliebte Jungmusiker gibt sich unbeeindruckt von den grünen Querschüssen. Er sehe „keinen Anlass, die Hymne anders zu singen“. Gabalier zeigt sich gelassen und erklärt, er habe den Text so gesungen, wie es ihm stets beigebracht wurde: „klassisch, wie ich es mit acht Jahren in der Schule gelernt habe“. Und der überwiegende Teil der Österreicher sieht das genauso. Nicht nur 90 Prozent der Heute-Leser bevorzugen laut einer Umfrage der Zeitung die Originalversion der Hymne und finden das Verhalten von Gabalier völlig in Ordnung. Eine ähnliche Umfrage des Senders Ö3 brachte ebenfalls eine Zustimmung von über 93 Prozent für die Position von Gabalier. Das dürfte das Stimmungsbild in Österreich einigermaßen genau widerspiegeln.

Außerdem, so richtete der 29-jährige Musiker gegenüber Heute den Wiener Grünen Frauen aus, „glaube ich, dass Österreich ganz andere, viel wichtigere und dringendere Probleme hat, mit welchen sich die Politik beschäftigen und im besten Fall auch lösen sollte“. Während sich die Grünen grün ärgern, findet der österreichische Musiker Zuspruch von den Freiheitlichen Frauen, insbesondere Carmen Gartelgruber, die sicher ist, Gabalier habe „auch einem Großteil der Frauen aus dem Herzen gesprochen, die mit den Minderheitenideen der linken Emanzen wenig anfangen können“.

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