Wieder ein ORF-Eklat: Manipulatives Video präsentiert FPÖ-Ministerin als charakterlos | Unzensuriert.at

Wieder ein ORF-Eklat: Manipulatives Video präsentiert FPÖ-Ministerin als charakterlos

FPÖ-TV deckt mit einem Video eine erneute ORF-Manipulation zum Schaden einer FPÖ-Ministerin auf. Foto: Screenshot FPÖ-TV
FPÖ-TV deckt mit einem Video eine erneute ORF-Manipulation zum Schaden einer FPÖ-Ministerin auf.
Foto: Screenshot FPÖ-TV
27. September 2018 - 21:58

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Der ORF sorgt wieder einmal für einen handfesten Eklat. Im Zuge der ZiB vom 26. September wurde ein Beitrag veröffentlicht, der vollkommen tatsachenwidrig ist. Es wurde der Eindruck erweckt, als hätte FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein im Zuge der Abschiedsrede von SPÖ-Politiker Wolfgang Katzian verständnislos den Kopf geschüttelt, als ihn seine Genossen beklatschten. Begleitet wird das von einem von ORF-Redakteurin Helma Poschner gesprochener Text:

Von der SPÖ gibt es stehende Ovationen. Unverständlich für andere.

Ein von FPÖ-TV zusammengestellter Schnitt zeigt allerdings, wie die Aufnahmen tatsächlich chronologisch zu sehen waren, als Katzian vom Rednerpult zu seinen Genossen polterte. Die Aufnahme von Hartinger stammte nämlich von etwa 25 Minuten später, als  ihr von der designierten SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner vorgeworfen wurde, wie der Sozialstaat ruiniert werde.

 

"Will ORF Verhältnis von Sozialministerin und Gewerkschaft vergiften?"

"Was will Frau Helma Poschner und die „Zeit im Bild“ Redaktion mit diesem manipulativen Schritt bezwecken? Man weiß es nicht. Will man beim Zuschauer den Eindruck vermitteln, dass es sich bei der Sozialministerin um eine kalte Person, eine charakterlich und menschlich negativ zu bewertende Person handelt, wenn sie auf den Applaus nach der Abschiedsrede eines Abgeordneten mit Kopfschütteln reagiert? Will der ORF das Verhältnis zwischen Sozialministerium und Gewerkschaft weiter vergiften? Schließlich werden ÖGB-Chef Katzian und Sozialministerin Hartinger Klein in den kommenden Jahren viele Verhandlungen und Gespräche zu führen haben", hinterfragte anlassbezogen der freiheitliche Mediensprecher Hans-Jörg Jenewein auf seiner Facebook-Seite.

"Dass eine solch bewusst manipulative Berichterstattung (immerhin musste man viel Filmmaterial sichten, um diesen Schnitt zustande zu bringen) just an jenem Tag erfolgt, an dem im Parlament breit über die Pressefreiheit diskutiert wurde, zeigt, dass auch über die Verantwortung der vierten Gewalt zu diskutieren sein wird", setzte Jenewein nach.

Nicht der erste ORF-Manipulationsversuch

Es ist nicht das erste Mal, dass der ORF für einen handfesten Eklat sorgt. Unvergessen ist die manipulative Berichterstattung über den Tiroler FPÖ-Obmann Markus Abwerzger. In einem Beitrag wurde der Eindruck vermittelt, dass Abwerzger zu antisemitischen Aussagen eines Mannes zustimmend genickt hätte. Den ORF kam die Causa aufgrund rechtlicher Schritte sehr teuer. Man darf gespannt sein, ob es für Poschner entsprechende Konsequenzen geben wird.

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