Klage gegen ehemalige Grün-Abgeordnete Sigi Maurer: Hier ist der Beweis des Klägers | Unzensuriert.at

Klage gegen ehemalige Grün-Abgeordnete Sigi Maurer: Hier ist der Beweis des Klägers

"Unzensuriert" liefert den Beweis: Der Geschäftsmann hat die Grüne nicht beschimpft, weil er gerade mit seiner Lebensgefährtin telefonierte. War Maurer egal: Sie inszenierte dennoch eine beispiellose Jagd auf den Geschäftsmann. Foto: privat / z.V.g
"Unzensuriert" liefert den Beweis: Der Geschäftsmann hat die Grüne nicht beschimpft, weil er gerade mit seiner Lebensgefährtin telefonierte. War Maurer egal: Sie inszenierte dennoch eine beispiellose Jagd auf den Geschäftsmann.
Foto: privat / z.V.g
8. September 2018 - 14:05

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Am 4. September stand die ehemalige grüne Abgeordnete Sigrid Maurer wegen übler Nachrede und Kreditschädigung vor Gericht. Im Prozess beklagte Maurers Verteidigerin, dass die Anklage ein „einzigartiger Fall von Täter-Opfer-Umkehr” sei. Und das war es tatsächlich. Es hatte nämlich den Anschein, als stünde der Kläger vor dem Richter.

„Ich war der Angeklagte“

„Ich bin beim Prozess am 4. September der Angeklagte gewesen“, sagt Albert Lastufka, Inhaber des „Craft-Beer-Shops“ in Wien-Josefstadt, beim Exklusivinterview mit unzensuriert. Dabei war er als Kläger geladen, vor Gericht verantworten sollte sich Maurer. Der Richter sei ihn, so Lastufka, schon vor und während der Verhandlung verbal in einschüchternder Weise angegangen. „Ich könnte sie einsperren“, habe er ihm gedroht, und damit nicht seine generelle richterliche Befugnis gemeint, sondern die Tatsache, dass der Kläger sich das Recht herausnahm, die Ex-Grüne zu klagen.

Maurer-Posting löste Hass-Sturm auf Wirt aus

Geklagt hatte Lastufka, weil Maurer ihn via öffentlichem Posting im Internet beschuldigt hatte, ihr obszöne Nachrichten geschrieben zu haben. Die Negativschlagzeilen jagten durch die Medien und erreichten sogar die ZiB. Drohanrufe, hasserfüllte Nachrichten, Beschädigungen am Privatauto, der Auslage und der Hausmauer, verbale und gestische Unflätigkeiten von Passanten bis hin zu Morddrohungen wollte der Geschäftsmann dann nicht länger hinnehmen. Der Biergeschäft-Besitzer, der die obszönen Nachrichten nicht verfasst haben will, klagte Maurer, nicht zuletzt weil er einen Umsatzeinbruch von mehreren tausend Euro infolge der Maurer-Aktion beklagen musste.

Maurer legte sich erst im Gericht auf endgültige Version fest

Sigi Maurer legte sich erst vor Gericht auf eine endgültige Version der Angelegenheit fest. Hatte sie zuvor noch behauptet, die Gäste des „Craft-Beer-Shops“ hätten sexistische Nachrichten abgesetzt, brachte sie später die vollmundige Aussage, der Inhaber selbst sei es gewesen, der am 29. Mai um 15.25 Uhr untenstehende Nachricht gesendet habe. Sie blieb beim Prozess bei dieser Version, obwohl diese vom Verteidiger stark angezweifelt wurde.

„Ich kann es natürlich nicht beweisen, dass ich es nicht war. Ich kann aber beweisen, dass jeder Gast Zugang zu meinem Computer hatte im Lokal. Der Witz ist doch aber: Es ist überhaupt nicht strafbar! Es war eine Privatnachricht, und die Frau hat sie auf Facebook angenommen,“ ist Lastufka empört.

Maurers verräterischer Tweet

Maurer wiederholte mehrfach, sowohl im Gerichtssaal als auch danach vor den Kameras, dass sie „keine andere Möglichkeit“ gesehen habe, als den Mann auf Facebook öffentlich mit Namen und Adresse anzuprangern.

Das sah am Beginn der Causa schon einmal anders aus. Der Bierladeninhaber erzählt:

Ich habe den Journalisten, die nach der Verhandlung vor dem Gerichtsgebäude warteten, am Handy gezeigt, dass Frau Maurer sehr wohl anders gekonnt hätte. Sie hat das nämlich genau so getwittert. Ihr war halt fad. Doch die Journalisten wollten das alle nicht schreiben, obwohl man es nachlesen kann.

Der Tweet, auf den er sich bezieht, ist noch auf der Seite des linken Onlinemagazins bento abrufbar.

Das rechtmäßige und in der Vergangenheit gebräuchliche Mittel einer zivilen Unterlassungsklage war der Grünen „zu viel Aufwand“. Deswegen habe sie zum weniger aufwendigen Mittel der Selbstjustiz gegriffen. „Wir leben im Jahre 2018“, sagte Maurer zu ihrer Entschuldigung.

Beweis der Unschuld des Klägers

Im Prozess hatte man den Eindruck, der Biergeschäft-Besitzer säße auf der Anklagebank. So verlangte der Richter die Abrechnungen des Umsatzes aus den Monaten nach dem Vorfall, um zu prüfen, ob es tatsächlich zu einer Erwerbsminderung gekommen sei, und drohte gleich: „Wenn Sie 20.000 Euro angeben, und das nicht stimmt, kommt man auch ganz schnell in die Straffälligkeit”.

Zudem sollte Lastufka einen Einzelgesprächsnachweis des Mobiltelefons seiner Lebensgefährtin vorweisen, um zu beweisen, dass er zum Zeitpunkt, als die obszönen Nachrichten verschickt worden sind, gerade mit ihr telefoniert hatte. Und diesen Beweis macht Lastufka mit diesem Unzensuriert-Exklusivbeitrag öffentlich. Wie aus dem unten angeführten Bild hervorgeht, liefert der Einzelgesprächsnachweis den Beweis, dass der Geschäftsmann die obszönen Nachrichten nicht hatte absenden können, da er im selben Moment mit seiner Lebensgefährtin telefoniert hatte.

Pech gehabt, Frau Maurer!

Damit wird die nächste Verhandlungsrunde am 9. Oktober wohl hoffentlich den alten Spruch gerichtlich bestätigen: Der größte Lump im ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant.

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