FPÖ-Beschimpfungen: Warum die SPÖ Ambros und Co. braucht | Unzensuriert.at

FPÖ-Beschimpfungen: Warum die SPÖ Ambros und Co. braucht

Wolfgang Ambros sorgte mit verbalen Rülpsern gegen die FPÖ für Wirbel. Er und andere Künstler versuchen, damit der schwächelnden SPÖ zu helfen. Foto: Ailura / Wikimedia (CC BY-SA 3.0 AT)
Wolfgang Ambros sorgte mit verbalen Rülpsern gegen die FPÖ für Wirbel. Er und andere Künstler versuchen, damit der schwächelnden SPÖ zu helfen.
Foto: Ailura / Wikimedia (CC BY-SA 3.0 AT)
15. August 2018 - 7:14

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Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich und nun auch Hubert von Goisern. Alle drei Sänger haben jüngst mit verbalen Rülpsern die FPÖ attackiert. Für die SPÖ sind sämtliche eklatante Aussagen – etwa „brauner Haufen“ oder der „rhetorische Durchfall“, an dem die blaue Partei noch immer leide – sicherlich Musik in den Ohren. Man kann angesichts des Zustands der Roten sogar festhalten, dass SPÖ-Chef Christian Kern auf Ambros und Co. angewiesen ist.

Kommentar von Unzensurix

Denn die SPÖ steckt in einem Dilemma. Kern wird parteiintern der Krieg erklärt. Wie lange er sich noch halten wird, ist ungewiss. Thematisch weiß die SPÖ nicht mehr, wo sie steht, und fundierte Oppositionsarbeit ist faktisch nicht vorhanden. Wenig hilfreich sind da die Pressedienste des roten Bundesgeschäftsführers Max Lercher, der sich fast täglich mit seinen wirren Thesen blamiert.

Der tägliche "Lercherl-Schas"

Jüngst ließ er ausrichten, dass die Bundesregierung eine Milliarde Euro in Dienstautos investiere. Abgesehen davon, dass nicht einmal der nordkoreanische Diktator Kim sich einen solchen Luxus leisten würde, war die Meldung schlicht und einfach falsch. Es werden Verwaltungsfahrzeuge und keineswegs Dienstautos für die Minister angeschafft. Und es handelt sich bei dem Geldbetrag um einen Maximalrahmen, der vor zehn Jahren nicht einmal ausgeschöpft wurde (323 Millionen Euro). Sei's drum. Nicht umsonst wird in sozialen Medien über den täglichen "Lercherl-Schas" gewitzelt, der von der SPÖ kommt.

Erwünschte Einmischung der Künstler in die Politik

Die Arbeit der Bundesregierung findet bei den Österreichern nachweislich mehrheitlich Zustimmung. Und die Angriffe der SPÖ nützen nichts. Da kommen nun die Künstler ins Spiel. Bis auf wenige Ausnahmen eint sie allesamt ihre tiefe Abneigung gegenüber der FPÖ. Künstler gehören zum Establishment, ihre Meinung hat für einen Teil der Bevölkerung Gewicht. Ihre Einmischung in die Politik ist also durchaus gewünscht, wenn nicht sogar gewollt. Und das Muster ist so simpel. Man zündelt entweder öffentlich oder in einem Medium, die anderen Mainstream-Medien greifen es freudig auf und schon wird kräftig Öl ins Feuer gegossen.

"Nützliche Idioten" mit verbaler Narrenfreiheit

Dann wartet man auf die Reaktion der FPÖ, um schließlich mit einem Solidarisierungseffekt das Theater perfekt zu machen. Böse Zungen könnten von „nützlichen Idioten“ sprechen. Diverse Künstler dürfen sich freilich auch einer Wortwahl bedienen, die selbst für politische Parteien undenkbar wäre. Sie erledigen faktisch die Drecksarbeit für die politisch linke Seite. Und um es im Ambros-Jargon auszudrücken: Die FPÖ anzurülpsen, ist wohl des Leiwandste, was ma si vurstellen kann. Und es bringt nebenbei noch unbezahlte Werbung.

Unterm Strich ändert sich nichts für die SPÖ

Das war es aber auch schon. Es ändert nichts daran, dass die SPÖ und die restlichen Oppositionsparteien nicht vom Fleck kommen. Da hilft es auch nichts, wenn ein paar Künstler glauben, sie müssen die Oppositionsarbeit übernehmen. Sie können es auch nicht, sie haben nicht einmal konstruktive Lösungsansätze. Sie wurden politisch auch nicht gewählt. Zur Erinnerung: Der Schauspieler Roland Düringer ist mit seiner Partei (weiß noch jemand, wie sie hieß?) bei der letzten Nationalratswahl fulminant gescheitert.

Was haben die Künstler davon?

Letztendlich handelt es sich bei den Angriffen der Künstler gegen die FPÖ entweder um ein Ablenkungsmanöver, um von anderen Problemen (etwa dem Skandal um die WBV-GÖD) abzulenken. Oder aber einfach um Schützenhilfe für das linke Spektrum. Und genau deswegen ist die SPÖ auf die Künstler derart angewiesen.

Worin allerdings die Gegenleistung einer nicht mehr staatstragenden Partei für die (Staats-)Künstler besteht, ist eine andere Frage...

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