Neue Ecstasy-Todesdroge „Dom Perignon“: Hohes Risiko der Überdosierung | Unzensuriert.at

Neue Ecstasy-Todesdroge „Dom Perignon“: Hohes Risiko der Überdosierung

Partydroge "Dom Perignon" (Bild: die blaue Version): Die neuen grünen und schwarzen Tabletten enthalten viel zu viel MDMA. Foto: siz siz / flickr.com (CC BY 2.0)
Partydroge "Dom Perignon" (Bild: die blaue Version): Die neuen grünen und schwarzen Tabletten enthalten viel zu viel MDMA.
Foto: siz siz / flickr.com (CC BY 2.0)
19. Juli 2018 - 17:03

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Immer heimtückischer stellen es Drogenhändler-Netzwerke an, um ihre teilweise lebensgefährlichen Substanzen an den Konsumenten zu bekommen. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz sind jetzt grüne Ecstasy-Tabletten auf den Markt gekommen. Sie haben den Szene-Namen „Dom Perignon“ (wie der bekannte Champagner) und sind deutlich überdosiert. Schon die Einnahme einer einzigen „Dom Perignon“-Ecstasy-Tablette kann tödlich sein.

Wirkstoff MDMA deutlich überdosiert

Die neue Droge enthält pro Tablette 135,1 Milligramm des Wirkstoffes MDMA. Das Kürzel MDMA steht für die chirale chemische Verbindung 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin. Schon bei einem Inhaltsvolumen von 120 Milligramm kann eine solche Tablette tödlich sein. In einem Linzer Innenstadtpark konnte ein Polizeihundeführer mit seinem Schutzhund insgesamt 492 solcher Tabletten in einem Versteck sicherstellen.

Schwarze Version noch stärker

Neben den grünen sind auch immer wieder schwarze "Dom Perignon"-Tabletten im Umlauf. Auch hier geht es um die potentielle Gefahr einer Überdosierung des Wirkstoffs MDMA. So sollen schwarze Ecstasy-Tabletten dieser Reihe gar bis zu 280 Milligramm MDMA aufweisen, und die Nebenwirkungen sind fatal, wie das Jugendmagazin fazemag.de beschreibt:

(…)Nebenwirkungen wie „Kiefer mahlen“, Augen- und Nervenzucken, bis hin zu Krampfanfällen können auftreten. Bei Überdosierungen steigt die Körpertemperatur an, es besteht eine erhöhte Gefahr der Überhitzung und infolge starken Schwitzens auch des Austrocknens (Dehydration). Bei hohen Dosen MDMA können auch Halluzinationen auftreten. An Folgetagen, nach der Einnahme hoher Dosen MDMA, treten vermehrt depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit auf. Die regelmäßige Einnahme großer Mengen MDMA ist neurotoxisch und vergrößert die Wahrscheinlichkeit irreparabler Hirnschäden. (…)

(…)MDMA bewirkt hauptsächlich eine vermehrte Freisetzung des körpereigenen Botenstoffs Serotonin. Diese Ausschüttung löst ein Gefühl der Euphorie, Leichtigkeit und der Unbeschwertheit aus. Seh- und Hörvermögen verändern sich, Berührungen und Musik werden intensiver empfunden, Hemmungen werden abgebaut und das Kontaktbedürfnis wird gesteigert. Hunger- und Durstgefühl sowie Müdigkeit werden reduziert, die Aufmerksamkeit wird erhöht. Auch die Körpertemperatur und der Blutdruck steigen an. Nebenwirkungen: Kiefermahlen, Muskelzittern, Übelkeit / Brechreiz und erhöhter Blutdruck. Herz, Leber und Nieren werden besonders stark belastet. Es besteht die Gefahr des Austrocknens oder gar des Hitzeschlags, da die Körpertemperatur, in Relation zur Dosis, ansteigt. (…)

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