Krim: Reiseplattform "booking.com" sanktioniert die russische Halbinsel

Die Halbinsel Krim kann als Tourismusdestination nicht mehr über booking.com gebucht werden. Foto: Furfur, Martin Kraft / Wikimedia (CC O)
Die Halbinsel Krim kann als Tourismusdestination nicht mehr über booking.com gebucht werden.
Foto: Furfur, Martin Kraft / Wikimedia (CC O)
17. Juli 2018 - 15:30

Nun hat sich auch die Buchungsplattform "booking.com" dem Wirtschaftskrieg der USA und der EU gegen Russland angeschlossen. Wie die russische Informationsplattform Sputniknews berichtet, sanktioniert die Internetseite die russische Halbinsel Krim und verweigert das Buchen von Ferienwohnungen und Hotelzimmern über den Onlinedienst. Sputniknews zitiert eine diesbezügliche Meldung von Booking.com:

Das Unternehmen Booking.com ist stets bestrebt, relevante und anwendbare Gesetze einzuhalten, in denen es tätig ist. Da Booking.com BV in den Niederlanden sitzt,  EU-Handelssanktionen gegen die Krim beachtet werden. Gemäß den Sanktionen darf Booking.com keine Dienstleistungen anbieten, die in direktem Zusammenhang mit touristischen Aktivitäten auf der Krim stehen.

Urlaubsbuchungen auf der Krim sind nicht mehr möglich

Bis vor kurzem waren Buchungen auf der Krim via "booking.com" noch möglich. Und im vergangenen Jahr war überhaupt noch alles in Ordnung, denn die Reiseplattform bezeichnete die Krim entgegen der tatsächlichen staats- und völkerrechtlichen Verhältnisse als Staatsgebiet der Ukraine. Dass der Tourismus und die Wirtschaft auf der Krim sich positiv entwickeln, könnte aber nun offensichtlich einflussreiche Kreise gestört haben, die zu einem Meinungsumschwung bei diesem Dienstleister geführt haben.

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