So sozial ist die Liste Pilz: Klubobmann verdient wie ein Minister oder Landeshauptmann

Die Parlamentsvertreter der „sozialen“ Parteien sahnen ab: Wie ein Minister geht der Klubobmann der Kleinpartei „Liste Pilz“ nach Hause. Foto: Parlamentsdirektion / Photo Simonis
Die Parlamentsvertreter der „sozialen“ Parteien sahnen ab: Wie ein Minister geht der Klubobmann der Kleinpartei „Liste Pilz“ nach Hause.
Foto: Parlamentsdirektion / Photo Simonis
13. Juni 2018 - 17:00

Nicht nur Christian Kern ist das Gehalt eines Nationalratsabgeordneten zu wenig. Auch die Liste Pilz gönnt sich höhere Gagen.

Christian Kern kommt mit 8.756 Euro monatlich nicht aus

Christian Kern ist ehemaliger Bundeskanzler und nominell Klubobmann der SPÖ. Dafür erhält er zum üblichen Gehalt eines Nationalratsabgeordneten Geld von der Partei, sodass er monatlich mit 14.885 Euro brutto nach Hause geht.

Der Kleinpartei „Liste Pilz“ – sie hält derzeit bei Umfragen bei ein bis drei Prozent – ist selbst das zu wenig. Ihr Klubobmann Bruno Rossmann streift insgesamt knapp 17.000 Euro brutto im Monat ein. Der Betrag setzt sich aus dem Abgeordnetengehalt und einer Draufgabe für die Klubobmannposition zusammen. Zusätzlich bezieht Rossmann für seine 36 Dienstjahre bei der Arbeiterkammer seit 2017 eine Pension in der Höhe von 5.100 Euro – monatlich!

Rossmann nach eineinhalb Monaten mit österreichischem Jahreseinkommen

Zum Vergleich: Die 4.226.500 unselbständig Erwerbstätigen (ohne Lehrlinge) in Österreich erreichten 2015 ein mittleres Bruttojahreseinkommen von 26.678 Euro. Damit streift der Kämmerer Rossmann in guten eineinhalb Monaten das Jahreseinkommen eines Österreichers ein. Bezahlt vom Steuerzahler.

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