Sellner in Schubhaft - Meinungsfreiheit in England abgeschafft?

Martin Sellner und seine Freundin Brittany Pettibone - er wollte in London über Einschränkung der Meinungsfreiheit sprechen. Foto: Identitäre Bewegung
Martin Sellner und seine Freundin Brittany Pettibone - er wollte in London über Einschränkung der Meinungsfreiheit sprechen.
Foto: Identitäre Bewegung
11. März 2018 - 15:43

Der Co-Leiter der Identitären Bewegung Österreich, Martin Sellner, hätte heute, 11. März, eine Rede im Londoner Hyde-Park im traditionellen "Speakers´ Corner", dem klassischen Symbolort Englands für das freie Wort, halten sollen.

Zuvor war eine von der Jugendgruppe der rechtsliberalen Partei UKIP geplante Veranstaltung mit Sellner "aus Sicherheitsgründen" - also wegen Bedrohungen durch Linksextremisten - abgesagt worden. Das Thema seiner Rede wäre passenderweise die Gefährdung der Meinungsfreiheit in der Gegenwart gewesen.

Rede zu Gefährdung der Meinungsfreiheit verhindert

Die Tagesstimme berichtete dazu:

Wie Die Tagesstimme aus Insiderkreisen erfuhr, befindet sich Sellner derzeit in einem Anhaltezentrum. Dort ist er gemeinsam mit straffälligen Personen untergebracht, welche auf ihre Ausweisung warten. Er soll dort ausharren, bis er morgen mit seinem ursprünglichen Rückflug nach Österreich zurückkehren wird. Die Einreise nach Großbritannien bleibt ihm hingegen verwehrt.

Einreiseverbot, "weil Sie rechts sind"

Sellner und seine Freundin, die US-amerikanische patriotische YouTuberin Brittany Pettibone, wurden in getrennte Anhaltezentren verbracht. Pettibone durfte von dort aus nur das Festnetztelefon gebrauchen. Die Journalistin Lauren Southern berichtet, dass der Grund für Sellners Festnahme wörtlich lautete:

Wir halten Sie fest und verbannen Sie aus dem Vereinigten Königreich, weil Sie rechts sind.

Identitäre Bewegung leistet Widerstand

Die Identitäre Bewegung Österreich hat die Inhaftierung ihres Co-Leiters in London scharf verurteilt und ließ verlauten:

Nach und nach merkt man, dass die identitäre Idee an Energie gewinnt, denn nun werden Redner wie Martin Sellner als Bedrohung für das Establishment angesehen und weggesperrt.

Die britischen Identitären ("Generation Identity") haben derweil um 12.00 Uhr am Speakers´ Corner Sellners geplante Rede verlesen:

Wieder das übliche Schema: die Rechten "spielen Opfer"

Der Standard titelte gestern hämisch: "Identitäre klagen über Einreiseverbot für Sprecher Sellner". Die Meldung ist also nicht, dass Sellner festgehalten wurde, sondern dass Identitäre darüber "klagen" - no na, jubeln werden's!

In der Standard-Filterblase geht es schon lange nicht mehr um schnöde Fakten wie die knallharte Beschränkung der Meinungsfreiheit für EU-Bürger, sondern um unbegründete "Gefühle". Es könnte allerdings sein, dass die Journalisten vom Standard eigentlich nur durch die Blume mitteilen wollen, dass sie darüber "klagen", dass hier jemand für Meinungsfreiheit eintritt und sie selber halt nicht.

Rückkehr ungewiss

Beide Aktivisten, Sellner und Pettibone, sollten eigentlich am 11. März mit ihrem geplanten Rückflug nach Wien heimgeschickt werden, bisher sitzen sie allerdings mit Stand 14.00 Uhr seit acht Stunden am Flughafen fest.

Aktuelle Meldung exklusiv an Unzensuriert:

(16 Uhr): Sellner ist auf dem Rückflug und wirdim Verlauf des Abends in Wien Schwechat landen.

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