Heuchlerische SPÖ spannt Paralympics für ORF-Argumente vor den Karren | Unzensuriert.at

Heuchlerische SPÖ spannt Paralympics für ORF-Argumente vor den Karren

Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) ist mit dem derzeitigen ORF offensichtlich sehr zufrieden. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) ist mit dem derzeitigen ORF offensichtlich sehr zufrieden.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
8. März 2018 - 11:26

Die SPÖ weiß, was sie an ihrem Rotfunk hat! Wer am ORF Kritik übt, seine Berichterstattung kritisiert, Fehler aufdeckt oder es gar wagt, personelle Veränderungen anzudenken, wird sofort in den Verdacht gedrängt, er sei gegen die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder gegen die "Meinungsfreiheit", wie es deutsche öffentlich-rechtliche Journalisten jüngst in einem Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz beklagten.

SPÖ als Anwalt des ORF

Unabhängigkeit attestiert die SPÖ dem ORF aber anscheinend nur, so lange es einen von den Roten installierten Generaldirektor und so lange es eine Mehrheit für die Sozialdemokraten im ORF-Stiftungsrat gibt. Daher bringt sich die SPÖ ständig als Anwalt des ORF ins Spiel.

Berichterstattung über Paralympics "vorbildhaft"

Jetzt haben die Roten die Nationalratsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig ausgeschickt, um den ORF abzufeiern. In einer Presseaussendung bezeichnet die SPÖ-Politikerin die Berichterstattung zu Paralympics aus Pyeongchang als "vorbildhaft". Wörtlich heißt es weiter:

Als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen nimmt der ORF seine Aufgabe ernst und berichtet von den Paralympics aus Südkorea. Im Gegensatz zu den zahlreichen privaten Sendern. Ein Grund mehr, den ORF in seiner Unabhängigkeit weiter zu unterstützen.

635 Millionen Euro aus GIS-Gebühren

Im Gegensatz zu den zahlreichen privaten Sendern würde sich der ORF zur Barrierefreiheit bekennen und diese auch ausbauen, lobt Königsberger-Ludwig die Arbeit auf dem Küniglberg. Was sie aber nicht erwähnte, ist, dass der ORF im Gegensatz zu den "zahlreichen privaten Sendern" in diesem Jahr mit 635 Millionen Euro aus den GIS-Gebühren rechnet (zusätzlich zu den reichlichen Werbeeinnahmen aus Dauer-Werbeberieselung der Konsumenten).

Das ist natürlich ein wesentlicher Unterschied zu den privaten Sendern, die sich zum Großteil aus Werbegeldern finanzieren (müssen). Aber diese wesentliche Information findet man in der Presseaussendung von Ulrike Königsberger-Ludwig nicht.

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