Ungarn: Ukrainische Schlepper setzen Flugzeuge für Illegalen-Transport ein

Ukrainische Schlepper setzen Flugzeuge aus ehemaligen Militärbeständen für das Schleusen von illegalen Migranten ein. Foto: Aeroprints.com / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Ukrainische Schlepper setzen Flugzeuge aus ehemaligen Militärbeständen für das Schleusen von illegalen Migranten ein.
Foto: Aeroprints.com / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
18. Februar 2018 - 19:30

Immer neue Transportwege wählen Schlepperbanden, um Migranten illegal in die Europäische Union zu bringen.

Jetzt wurde eine Schlepperbande aus der Ukraine aufgedeckt, die via Flugzeug Illegale nach Ungarn geschleust hatte. Dabei wurde eine "Antonow An-2" eingesetzt, in der elf Zuwanderer aus Afghanistan und Vietnam auf ukrainisches Staatsgebiet gebracht wurden. Der illegale Grenzübertritt fand am 15. Februar statt.

Der Transport mittels Flugzeug soll nicht zum ersten Mal stattgefunden haben. Zwischen drei- und viertausend Euro sollen die Migranten für den Schlepperdienst an die Ukrainer bezahlt haben.

Die elf Illegalen wurden nach der Landung in Ungarn von der Polizei festgenommen, der Pilot des Schlepperflugzeugs befindet sich noch auf der Flucht. Zwischenzeitlich wurden zehn der elf Illegalen wieder in die Ukraine zurücküberführt. Eine Person suchte um Asyl an und wurde den zuständigen Behörden übergeben.

"Antonow An-2" wurden von der Polizei beschlagnahmt

Die "Antonow An-2" wurde von der Polizei beschlagnahmt. Der von der ungarischen Flugüberwachung nicht registrierte illegale Grenzübertritt gelang offensichtlich deshalb, weil die eingesetzte Flugzeugtype niedrige Flughöhen und eine geringe Geschwindigkeit aufweist, die von modernen Luftüberwachungsgeräten nicht leicht geortet werden können. Zudem können kurze Start- und Landebahnen genutzt werden, sodass fast jedes Gelände für entsprechende Schlepperflüge verwendet werden kann.

Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.