Kryptowährung: Landespolizeidirektion Wien ermittelt in 100-Millionen-Euro-Schadensfall

Polizei: Bitcoin-Investitionen über das System "Optioment" sollen ein Pyramidenspiel gewesen sein.  Foto: Jonnymoon96/Wikimedia (CC-Zero)
Polizei: Bitcoin-Investitionen über das System "Optioment" sollen ein Pyramidenspiel gewesen sein.
Foto: Jonnymoon96/Wikimedia (CC-Zero)

Einen spannenden Fall von Wirtschaftskriminalität hat derzeit die Landespolizeidirektion Wien zu bearbeiten. Konkret geht es um den Fall des eingestürzten Kryptowährungs-Anlagesystem "Optioment". Der Schaden bei diesem Anlagebetrug soll sich bereits auf knapp 100 Millionen Euro belaufen.

Bei "Optioment" soll es sich um eine Art Pyramidenspiel gehandelt haben, das sich am aktuellen Interesse rund um Kryptowährungen bedient haben soll. In diesem Zusammenhang soll auch die Täter/Opfer-Identifikation sehr schwierig sein.

So soll "Optioment" Anlegern bei Bitcoin-Investitionen hohe Renditen versprochen haben. Die Geschädigten sollen sich auf Österreich, die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei verteilen.

Hintermänner des "Optioment"-Systems unbekannt

Derzeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf drei mutmaßliche Täter in Österreich. Darüber hinaus soll es weitere Hintermänner in Lettland und Dänemark geben. Derzeit steht die Tatbestandsaufnahme noch am Anfang. Ende Jänner schaltete sich auch die Finanzmarktaufsicht (FMA) in den Fall ein und brachte entsprechende Sachverhaltsdarstellungen bei der Staatsanwaltschaft Wien ein.

Erst vor kurzem hatte die FMA gemeinsam mit anderen europäischen Marktaufsichtsbehörden vor Investitionen in Cyberwährungen gewarnt und auf das hohe Risikopotenzial hingewiesen.

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