Frankreichs blutige Silvesternacht: Polizisten krankenhausreif geprügelt

Polizeistärke wie in Kriegszeiten verhinderte nicht mehr als 1.000 brennende Autos in Frankreich in der Silvesternacht. Foto: Telefonkiosk / wikimedia (CC-BY-SA 3.0)
Polizeistärke wie in Kriegszeiten verhinderte nicht mehr als 1.000 brennende Autos in Frankreich in der Silvesternacht.
Foto: Telefonkiosk / wikimedia (CC-BY-SA 3.0)
2. Januar 2018 - 19:47

Obwohl fast 100.000 Polizisten und Soldaten in Frankreich dafür sorgen sollten, dass es zu keinem zweiten Köln 2015 kommt, wurde die Silvesternacht von ausufernder Immigrantengewalt überschattet.

Friedliche Zeiten sehen anders aus

Das französische Aufgebot der Polizei entspricht der fünffachen Anzahl an Polizisten, über die Österreich im Gesamten, einschließlich Verwaltungsdienst, verfügt, bei einer etwa siebenfachen Größe: Vergleichend wären in Österreich 12.000 Polizisten für diese eine Nacht im Dienst gewesen – mehr als 50 Prozent aller heimischen Polizisten!

Mehr als 1.000 brennende Fahrzeuge

Mehr als 1.000 Fahrzeuge gingen in der Silvesternacht in Frankreich in Flammen auf, was einer Steigerung von mehr als zehn Prozent zum Vorjahr entspricht. Landesweit wurden nach Angaben des Innenministeriums elf Polizisten und Gendarmen verletzt. 510 Menschen wurden vorläufig festgenommen, 349 davon kamen in Polizeigewahrsam.

Migranten-Hochburg Banlieue

Besonders brutal ging es in einem Vorort von Paris zu. Die Polizei waren zu einem Veranstaltungslokal in Champigny-sur-Marne gerufen worden, weil mehrere Personen versucht hatten, sich gewaltsam Zugang zur Silvesterparty zu verschaffen. Dabei wurden die zwei Polizisten angegriffen und krankenhausreif geprügelt. Einem Beamten wurde die Nase gebrochen, seine zu Boden geworfene Kollegin wurde von mehreren Personen getreten und geschlagen. Erst zu Hilfe eilende Polizisten konnten ihren Kameraden mittels Tränengas beistehen.

Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Vorfall via Twitter als „feige und kriminelle Lynchjustiz“. Er werde die Schuldigen finden und bestrafen, immerhin „greife der unsere Republik an“, der die französischen Sicherheitskräfte angreife, wie Innenminister Gérard Collomb erklärte.

Mangelnder Wille, die Tätergruppe zu benennen

Welche Taten den vollmundigen Ankündigungen folgen, wird interessant, wenn nicht einmal die Tätergruppe beim Namen genannt wird. Seit Jahren kommt es in Europa durch afrikanische und vorderasiatische Männer zu gewalttätigen Ausschreitungen und Übergriffen in der Silvesternacht. Präsident Macron verlautete im Spätherbst lediglich, Beamte mit Kameras auszustatten, die Ausweiskontrollen filmen.

Ähnliches hatte schon François Hollande vor vier Jahren versprochen. ID-Checks sollten schriftlich dokumentiert werden, um "Racial Profiling" zu vermeiden. Außerdem will Macron eine "Polizei der alltäglichen Sicherheit" aufbauen, die sich in den Banlieus "besser um die Sorgen der Bürger kümmert" - statt Gewalttäter außer Gefecht zu setzen? 10.000 Polizisten sollen dafür in den kommenden Jahren neu eingestellt werden.

Der mangelnde Wille, die Tätergruppe zu benennen und gegen sie vorzugehen, wie ihn Frankreichs Regierungschef in den letzten Monaten bewies, stärkt nicht das Vertrauen der Franzosen, dass die Gewalttaten aufhören - trotz aller markigen Sprüche aufgrund des besonders brutalen Vorfalls in der Silvesternacht.

 

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