Bitcoin: Mit Schneeballsystem zur 100.000 US-Dollar-Grenze - oder auch nicht

Transaktionen: Bitcoin-Spekulationen könnten die Weltwirtschaft massiv gefährden.  Foto:  Stickac / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Transaktionen: Bitcoin-Spekulationen könnten die Weltwirtschaft massiv gefährden.
Foto: Stickac / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
21. Dezember 2017 - 9:00

Die Cryptowährung Bitcoin wird zum Hochrisiko-Projekt für die internationale Finanzwirtschaft. In einem Art Schneeballsystem könnte Bitcoin in wenigen Wochen und Monaten 100.000 US-Dollar oder mehr wert sein. Während die Internet-Währung vor gut einem Jahr noch belächelt wurde, hat die mehr als Verzwanzigfachung des Wertes seit dem 1.Jänner 2017 die Alarmglocken bei Insidern des internationalen Anlagengeschäfts und der Währungshüter unüberhörbar schrillen lassen.

2.000 Prozent Wertsteigerung innerhalb von knapp zwölf Monaten ist geradezu der Nährboden für Spekulationsgeschäfte. Die Kritik: Bitcoin & Co. sind Kunst-Währungen ohne Deckung durch reale Werte wie etwa Gold oder der Leistungskraft einer realen Volkswirtschaft.

Schadenspotential bei 1,5 Billionen US-Dollar erwartet

Durch die Einführung von Bitcoin-Futures nimmt die Spekulationsanfälligkeit der Cyberwährung noch weiter zu. Bei einem Kurs von 100.000 US-Dollar ist hier ein Schadenspotential von 1,5 Billionen US-Dollar zu erwarten. Es besteht ab sofort die Möglichkeit, auf fallende Kurse zu wetten. Gleichzeitig ist es jetzt auch möglich, mit relativ bescheidenem Kapitaleinsatz den Preis der Internet-Währung nach oben zu jagen.

Je stärker der Bitcoin steigt, desto stärker ist die Hebelwirkung, wenn man auf den relativen Höchststand bzw. die Gegenbewegung setzt. Die internationalen Notenbanker sind jedenfalls über die laufende Entwicklung alarmiert. Denn bald könnte es auch sein, dass man mit Bitcoin gegen reale Währungen spekuliert und so einen neuen ökonomischen Teufelskreis beginnt. 

 

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