Österreich soll seine Werte behalten: Moslem-Journalistin prangert falsch gelebte Toleranz an

Österreich soll seine Werte erhalten und nicht zugunsten von Einwanderer leichtfertig opfern. Foto: Screenshot / Bezirksblatt Gmünd
Österreich soll seine Werte erhalten und nicht zugunsten von Einwanderer leichtfertig opfern.
Foto: Screenshot / Bezirksblatt Gmünd
11. Dezember 2017 - 16:00

Ein Artikel in der Printausgabe der niederösterreichischen Bezirksblätter Gmünd sorgt momentan für einige Verwunderung. Eine kurdischstämmige St. Pöltener Journalistin geht dabei mit Moslems, Einwanderern und „gutmenschlichen“ Österreichern hart ins Gericht.

„Übertriebene“ Hilfe verhindert Integration

Yurdagül Sener, selbst als Zwölfjährige aus Anatolien nach Österreich eingewandert, bezeichnet die übertriebene Hilfe für Flüchtlinge „nicht als Glück“ für die Betroffenen. Trotz ihres Lobes für die erste Welle der Hilfsbereitschaft 2015 sieht Sener die Entwicklung seither sehr kritisch. Sie selbst habe rückblickend betrachtet enorm davon profitiert, sich selbst behauptet und somit die wichtigsten Rahmenbedingungen im täglichen Leben gelernt, ohne durch übertriebene Hilfe „blockiert“ worden zu sein.

Österreicher würden durch völlig übertriebene Hilfsbereitschaft die Integration der Einwanderer verhindern. Migranten werde bei Einkäufen, Arztbesuchen und Behördenwegen geholfen, dadurch hätten die Einwanderer aber keine Chance, „sich durchzukämpfen“ und Dinge eigenständig erledigen zu müssen. Man solle diese Menschen bei gewissen Dingen alleine lassen, nur so würden sie lernen, sich in unserer Kultur zu behaupten und alltägliche Dinge zu erlernen, so Sener.

Respekt gegenüber dem Gastland gefordert

Nach Ansicht Seners sollte das eigenständige Annähern an unsere Kultur daher auch zu der Erkenntnis führen, Österreich zu schätzen und zu respektieren. Zumindest sollten aber Integrationsunwillige zu der Einsicht gelangen, dass dies nicht das richtige Land sei, in dem man leben wolle.

Einwanderern, die ohne großartige Unterstützung oftmals seit vielen Jahrzehnten in unserem Land lebten, „es geschafft hätten“ und erfolgreich seien, wären die besten Beispiele dafür. Warum sollte, was vor 20 Jahren funktioniert hat, heute nicht mehr möglich sein, fragt die Journalistin.

„Kreuzverbot“ geht klar zu weit

Empört zeigt sich die kurdischstämmige Moslemin auch über die Abschaffung kultureller Bräuche. So meint sie etwa, dass es zwar durchaus höflich sein mag, Moslems kein Schweinefleisch oder Alkohol anzubieten, das Kreuz als religiöses Symbol allerdings in Schulen oder öffentlichen Gebäuden abzunehmen, ginge sichtlich zu weit.

Es könne nicht als Integration verstanden werden, dass sich Österreicher anpassen und ihre Werte aufgeben müssten, damit sich Einwanderer wohlfühlten. Ausnahmen im Gesundheits- und Sozialbereich erachtet sie als unnötig. So sei es beispielsweise wesentlich effektiver, zusätzliche Förderkurse in Deutsch anzubieten, als mehrsprachige Unterstützung an Schulen. Vor allem bei Kindern sei dies besonders wichtig, da diese die ersten seien, die durch die Schule in Kontakt mit unserer Kultur treten würden. Durch die permanente Unterstützung in der Muttersprache werde die Integration erschwert und die Möglichkeit genommen, „etwas zu lernen“.

Bezeichnung „Ungläubige“ ist respektlos und ungebildet

Die beinahe schon inflationär gebrauchte Bezeichnung „Ungläubige“ für alle anderen als Moslems macht nach eigenen Angaben selbst die moslemische Journalistin wütend. Schon Vorschulkindern werde dieser Begriff beigebracht. Österreicher würden dafür beschimpft, Hilfe zu leisten. „Herr und Frau Moslem mögen in diesem Falle dann doch bitte in ein Land gehen, wo sie Ihresgleichen vorfinden“, so Sener unverblümt.

Menschen mit dieser Einstellung würde es an Respekt und Bildung mangeln. Eine von Seiten Seners oft und gerne gestellte Frage ist etwa, ob nun "Ungläubige" diejenigen seien, die Menschen in ihrem Land aufnehmen und unterstützen würden, oder doch Menschen in moslemischen Ländern, die gar keine Flüchtlinge aufzunehmen bereit seien. Dies beende oftmals jegliche Diskussionen sehr rasch, so Sener.

Auch uns Österreicher empören all diese Dinge seit Langem. Aus dem Munde einer Moslemin und Preisträgerin des „Journalismus-Preises für Integration“ sind derlei Aussagen, die vielen Menschen aus der Seele sprechen, anscheinend akzeptiert und legitim.

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