Flüchtlingshelfer packen exklusiv aus, Teil 2: Die unglaublichen Praktiken der Asylindustrie

Erneut gibt unzensuriert Einblicke in die haarsträubenden Abläufe in Österreichs privaten Asylunterkünften. Foto: Z.V.g.
Erneut gibt unzensuriert Einblicke in die haarsträubenden Abläufe in Österreichs privaten Asylunterkünften.
Foto: Z.V.g.
12. November 2017 - 11:17

Auf Grund der Tatsache, dass sich verzweifelte Asylheim-Betreiber aus Niederösterreich vor gut eineinhalb Monaten an unsere Redaktion gewandt haben, kommen nun immer mehr Details der „Lebensweise“ und der Umgangsformen ausländischer Bewohnern in ihrem Gastland ans Licht. Teil 1 der exklusiven Unzensuriert-Reportage ist hier nachzulesen:

Private Flüchtlingshelfer packen exklusiv aus: Hinter den Kulissen von Asylquartieren

Asylwerber scheren sich nicht um Eigentum

„Nur der Geizige weist den Freizügigen zurück“ - dieses arabische Sprichwort mag wohl als Leitspruch der Schutzsuchenden in unserem Land aufgefasst werden. Offensichtlich will man mit allen Mitteln vermeiden, als geizig angesehen zu werden. Großzügigkeit und vor allem Gastfreundschaft gelten im arabischen Raum als hohe Tugend, für Europa scheint dies allerdings anders interpretiert worden zu sein.

Wie wir durch Recherchen und Foto-Dokumente erfahren mussten, ist es um den Respekt vor den Gütern der „Gastgeber“ schlecht bestellt. Die vor dem Einzug der Asylwerber aufwendig um rund 50.000 Euro sanierte Asylunterkunft ist nach drei Jahren nicht mehr wiederzuerkennen: Totalschaden.

Von Sachbeschädigung muss man ausgehen

Drei Küchen in drei Jahren soll offenbar der Standard sein, auf den man sich als Heimbetreiber einzustellen hat. Bei Beschwerden der Heimbetreiber gegenüber den „Vermittlern“ (zwischen Betreibern, dem Land Niederösterreich und den Asylwebern) der Diakonie, bekommt man laut Heimbetreibern als Reaktion nur ein mildes Lächeln und die Aussage, „das passiert in allen Heimen, das ist kein Einzelfall, man möge sich doch bitte nicht aufregen“.

Zudem sei man ja anfangs darauf hingewiesen worden, möglichst "kein teures Mobiliar in die Unterkunft zu stellen", da man damit rechnen müsse, dass es kaputtgehen werde.

Ceran-Herde als Zigaretten-Anzünder, Backrohr als Heizung

So laufen etwa Ceran-Herde im Dauerbetrieb, um sich daran Zigaretten anzuzünden, und Backöfen werden, trotz mehrmaliger Hinweise auf die Brandgefahr, zum zusätzlichen Beheizen der Räumlichkeiten ebenfalls im Dauerbetrieb genutzt. (Laut Diakonie seien die Schutzsuchenden aus ihren Heimatländern plus 28 Grad Celsius gewohnt, was man ihnen auch hier bieten müsse.)

Mindestens drei Gefriertruhen sind "afghanischer Standard"

Drei Kühl-Gefrierkombinationen für zehn Personen in einer Küche wären zudem laut Beschwerde der Asylanten zu wenig. Zitat eines afghanischen Asylwerbers: "In Afghanistan hat man mindestens zwei Kühlschränke und drei Gefriertruhen pro Haushalt.“ Schlussendlich müsse das aus Wien herangeschaffte Halal-Fleisch ja irgendwo untergebracht werden.

Auch nach mehrmaliger „Einschulung“ durch die Betreiber waren die Asylwerber nicht davon zu überzeugen, beispielsweise die Böden sachgemäß zu reinigen. Da wurde kübelweise Wasser auf neu verlegten Laminatböden verteilt, bis dieser sich dann durch die Durchnässung aufstellte - und getauscht werden musste.

Versicherungen springen bei Asylheimen ab

Derlei Kosten für Beschädigungen müssen von den Betreibern selbst, ohne Anspruch auf Entschädigung seitens des Landes Niederösterreich, getragen werden. Guter Rat von Landesseite: Man möge doch eine Versicherung diesbezüglich abschließen. Bittere Ernüchterung folgt, sobald man erkennt, dass eine „normale“ Haushaltsversicherung dafür nicht aufkommt und Versicherungsgesellschaften keine derartigen Leistungen anbieten. Wohl aus gutem Grund.

Inventar muss Ansprüchen der Asylwerber genügen

Die neu installierten Dampfduschkabinen mussten auf Betreiben der Asylwerber ebenfalls entfernt und durch herkömmliche Duschen ersetzt werden. Von Seiten der „Gäste“ hatte man Ängste geäußert, in den Dampfduschen ersticken zu können.

Trotz „Einschulung“ funktionierte auch die Müllentsorgung bzw. -trennung nicht nach europäischem Standard. Die vorgesehenen Mistkübel blieben regelmäßig leer. Der Müll wurde über die Fenster, in Säcken oder wie er eben gerade anfällt in den Innenhof oder den Garten geworfen.

Seitens der Diakonie wurde gemahnt, man möge als Betreiber tunlichst darauf achten, dass die Matratzen nicht bereits durchgelegen seien und diese dann zeitnah tauschen. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Asylwerber meist bis zum frühen Nachmittag im Bett verbleiben und daher auch die Fenster mit dunkler Folie abgeklebt haben, um vom Tageslicht unbehelligt ruhen zu können. Daher ist wohl die Anregung mit dem Matratzentausch nicht von der Hand zu weisen.

Moslem-Quartier voll mit leeren Alkoholflaschen

Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass überall im Haus, vor allem aber im Stiegenhaus, Schachteln voll mit leeren Bierdosen, Wein- und Spirituosenflaschen zu sehen waren. Man möchte doch eher annehmen, dass Moslems, die ausnahmslos Bewohner des Heimes waren, ihrem Glauben nach, auf den sie sich ja bei jeder Gelegenheit berufen, keinen Alkohol konsumieren.

Eine weitere Skurrilität: Entgegen der Empfehlung von Zahnmedizinern wird von Seiten der Diakonie ein monatliches Tauschen von Zahnbürsten für die Asylwerber verlangt. Die Zahnmedizin empfiehlt, alle drei Monate zu wechseln. Auch Hygieneartikel und Putzutensilien müssen von den Heimbetreibern selbst zur Verfügung gestellt werden. Man kann den Asylwerbern scheinbar nicht zumuten, selbst für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. 

Asylwerber müssen nicht putzen- Wenn doch, nur für Geld

Das Tüpfelchen auf dem sprichwörtlichen i stellt allerdings ein Vertragspassus zwischen Asylheimbetreibern und dem Land Niederösterreich dar (siehe Faksimile unten).

Die Asylwerber können demnach nicht dazu veranlasst werden, den Dreck, den sie verursachen, auch selbst zu beseitigen. Falls sich jedoch jemand von den „Gästen“ bereit erklären sollte, selbst zu putzen, sind zwischen drei und fünf Euro pro Stunde von den Heimbetreibern an die Asylwerber zu bezahlen. Ansonsten ist der Betreiber selbst dazu verpflichtet zu putzen oder auf eigene Kosten eine Reinigungskraft (oder Unternehmen) zu engagieren.Bild

Bleiben sie dran und verpassen sie nicht den dritten Teil unserer Reportage über die Zustände in Österreichs privaten Asylheimen. Exklusiv auf unzensuriert!

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
Loading...
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.