Jeder zehnte Mord war 2016 in Schweden ein „Ehrenmord“

„Ehrenmorde“ sind in Schweden aufgrund der orientalischen Masseneinwanderung keine Seltenheit. Foto: Maarten Van Damme / flickr (CC BY 2.0)
„Ehrenmorde“ sind in Schweden aufgrund der orientalischen Masseneinwanderung keine Seltenheit.
Foto: Maarten Van Damme / flickr (CC BY 2.0)
21. September 2017 - 17:04

In Schweden war im Jahr 2016 jeder zehnte Mord ein "Ehrenmord". Insgesamt wurden im Jahr 2016 in Schweden 105 Morde begangen, davon waren genau zehn Ehrenmorde. Diese Zahlen wurden Anfang August 2017 in einer Radiosendung des staatlichen Rundfunks genannt.

Die Daten gehen auf eine private Untersuchung zurück. In Schweden werden keine offizielle Statistiken zu "Ehrenmorden" geführt, ein ehemaliger Polizist hat daher selbst die Urteile in Mordfällen studiert und konnte zehn Fälle als "Ehrenmorde" identifizieren. Ein Vergleich mit früheren Jahren ist wegen der fehlenden Statistiken nicht möglich.

Dunkelziffer möglicherweise wesentlich höher

In derselben Radiosendung kam auch die Sprecherin des Vereins „Vergiss niemals Pela und Fadime“ (benannt nach zwei "Ehrenmord"-Opfern) zu Wort. Sie sagte, dass die Dunkelziffer möglicherweise noch viel höher liege. Es komme vor, dass Personen außer Landes gebracht und dort ermordet würden. Wie frühere Recherchen zeigen, werden "Ehrenmorde" häufig dadurch getarnt, dass die Opfer in den Selbstmord getrieben werden.

Kurde wurde ermordet, weil er seine Töchter nicht ermorden wollte

Wenige Tage nach dieser Radiosendung wurde ein weiterer "Ehrenmord" bekannt, der sich im Mai 2017 ereignet hatte. Ein 46-jähriger Kurde war damals von seinem 50-jährigen Verwandten umgebracht worden, weil er sich geweigert hatte, seine beiden "entehrten" Töchter im Teenageralter umzubringen.

Nach dem Willen des Verwandten hätte das Mordopfer seine Töchter töten sollen, weil diese auf einem Schulball angeblich mit männlichen Schulkameraden Zärtlichkeiten ausgetauscht hätten. Die Mutter der Mädchen, die ebenfalls auf dem Ball anwesend war, sagte jedoch aus, dass dies eine absichtlich verbreitete Lüge sei und die Mädchen ihren Schulkollegen lediglich die Hand gegeben hätten. Besagter Schulball lag zum Tatzeitpunkt schon zwei Jahre zurück.

Orientalische „Ehrenkultur“ äußert sich in zahlreichen Rechtsbrüchen

Der "Ehrenmord" ist bei weitem nicht die einzige kriminelle Handlung, die orientalische Einwanderer in Schweden aufgrund ihrer Ehrvorstellungen begehen. Die Zeitung Aftonbladet hat eine umfangreiche Dokumentation über Opfer der so genannten „Ehrenkultur“ erstellt, welche 200 Fälle von Anfang 2015 bis April 2017 enthält.

Die Opfer berichten von Zwangsverheiratung, Vergewaltigung in der Zwangsehe, häuslicher Gewalt durch Eltern und andere Familienmitglieder, Freiheitsberaubung, Todesdrohungen und Suizidversuchen.

Keine aktuellen Zahlen für Deutschland und Österreich

Wie die Lage im Vergleich zu Schweden in Deutschland und Österreich aussieht, lässt sich kaum sagen. Wie in Schweden wird auch in Deutschland und Österreich keine offizielle Statistik über Ehrenmorde geführt. Für Österreich konnte Unzensuriert keinerlei Daten in Erfahrung bringen.

Die aktuellste Untersuchung für Deutschland wurde 2011 vom Max-Planck-Institut durchgeführt und befasst sich mit der Zeit von 1996 bis 2005. Es wurden dabei 78 Fälle mit insgesamt 109 Opfern ermittelt, darunter 69 Todesopfer.


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