Wladimir Putin: Russlands IT-Branche setzt auf eigene Software

Das russische Telekom-Unternehmen Megaphon könnte bald mit eigener Software laufen.  Foto:  A.Savin/ Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Das russische Telekom-Unternehmen Megaphon könnte bald mit eigener Software laufen.
Foto: A.Savin/ Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
11. September 2017 - 11:23

Die russische IT-Branche setzt auf Unabhängigkeit, wenn es nach dem Wunsch des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin geht. Dieser hat bei einem Treffen mit Vertretern der russischen Kommunikationstechnologiewirtschaft dazu aufgerufen, eigene Software zu entwickeln. Damit soll man laut Putin nicht zuletzt wegen der anhaltenden Sanktionen der USA und der Europäischen Union gegen Russland auf weitesgehende Unabhängigkeit und Autonomie umstellen.

Der aktuelle Anteil von Eigenproduktionen an der Software, die in Russland eingesetzt wird, liegt lediglich bei 30 Prozent. In Wahrheit könnte durch eine lückenlose Sanktionspolitik die russische Kommunikationstechnologie zum Stillstand gebracht werden.

Russischer Staat stellt auf heimische Software um

Putin versprach den IT-Unternehmern, dass der russische Staat und die von ihm kontrollierten Sektoren und Unternehmen Zug um Zug mit der Marktreife eigener Software auf die heimischen Produkte umstellen werden. Dies ist nur ein Bereich, wo der Staatspräsident auf „Russland zuerst“ setzt.

Aktuell wird etwa auch die russische Smaragd-Produktion im Ural durch hohe Investitionen angekurbelt, um über diese Rohstoffschiene im Export notwendige Devisenreserven anzulegen. 

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