Macron-Abgeordneter schlug einen Sozialdemokraten mit dem Helm

M'jid El Guerrab schlug wegen einer Meinungsverschiedenheit auf Parlamentskollegen ein - nun ist er im doppelten Sinn ein "wilder" Abgeordneter. Foto: EL GUERRAB / Wikimedia  (CC-BY-SA-4.0)
M'jid El Guerrab schlug wegen einer Meinungsverschiedenheit auf Parlamentskollegen ein - nun ist er im doppelten Sinn ein "wilder" Abgeordneter.
Foto: EL GUERRAB / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
6. September 2017 - 18:39

Der Abgeordnete der Macron-Partei La République en marche!, M'jid El Guerrab, schlug einen Kollegen mit dem Fahrradhelm und musste deshalb die Präsidentenfraktion verlassen. M'jid El Guerrab, früher Mitarbeiter der sozialdemokratischen Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal, lieferte sich mit seinem Ex-Parteikollegen Boris Faure vor dem Parlament eine verbale Auseinandersetzung, in dessen Folge M'jid El Guerrab gewalttätig wurde.

Der nunmehrige fraktionslose Parlamentarier rechtfertigt diese Attacke gegen den Abgeordnetenkollegen mit einer Provokation, die sich auf die Herkunft seiner Eltern bezogen habe. Mit seinem Ausscheiden bei La République en marche! wolle er möglichen Schaden von Emmanuel Macron fernhalten.

Macrons Parlamentsfraktion in Turbulenzen

Dies ist nur der letzte Höhepunkt einer ganzen Reihe von Turbulenzen in Macrons Parlamentsfraktion. Die vielen Quereinsteiger bzw. Seilschaften aus früheren Parteien haben bis heute zu keiner Fraktionsdisziplin gefunden. Dazu kommt, dass auch der Stern des erst im Mai frisch gewählten Präsidenten bereits im Sinkflug ist. Zuletzt hat etwa die Affäre rund um die üppigen Ausgaben für die Maskenbildnerin des Präsidenten für Aufsehen gesorgt.

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