Russland braucht Devisen: Die Smaragdförderung wird massiv ausgebaut

Die weltberühmten Malyschewa-Smaragde aus dem Ural sind für Russland ein wichtiger Rohstoff und Exportartikel.  Foto: АО «Калининградский янтарный комбинат / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Die weltberühmten Malyschewa-Smaragde aus dem Ural sind für Russland ein wichtiger Rohstoff und Exportartikel.
Foto: АО «Калининградский янтарный комбинат / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
8. September 2017 - 10:00

Russland erhöht seine Smaragdförderung massiv. Die im staatlichen Eigentum befindliche Bergbaugesellschaft Rostec hat jetzt neue Investitionen für die Förderstätte Malyschewa/Ural in der Höhe von fünf Milliarden Rubel (etwa 72,6 Millionen Euro) angekündigt.

400 Tonnen Erz pro Jahr

Der seit 1831 bestehende Abbau von Smaragden, Alexandriten und Beryllium soll vor allem durch eine weitgehende Erneuerung des Maschinenparks und der Förderanlagen modernisiert werden. Die Förderstätte ist die größte Abbauanlage in ganz Europa.

Bis 2018 soll Abbaukapazität entsprechend erhöht werden. Man möchte die Förderung auf rund 400 Tonnen Erz pro Jahr erhöhen. Die reine Smaragdförderung könnte im kommenden Jahr die 60-Tonnen-Marke überschreiten.

Malyschewa-Smaragde sind weltweit gefragt

Die Smaragde aus der Ural-Förderung sind auf dem Edelstein-Weltmarkt weltweit gefragt. Vertrieben werden sie unter dem Markennamen Malyschewa-Smaragde. Smaragde sind neben Gold und Erdöl einer der zentralen Devisenbringer in der Weltwirtschaft. Als Rohstofflieferant ist Russland neben seiner weltpolitischen Bedeutung auch ökonomisch ein zentraler Mitstreiter im alternativen Wirtschaftsbündnis BRICS, das am 4. und 5. September in China getagt hat. 

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