Singvögel: Afrikanisches Usutu-Virus tötet heimische Amseln

Diese Amselfamilie könnte bald vom tödlichen afrikanischen Usutu-Virus dahingerafft werden.  Foto: Nugatto / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Diese Amselfamilie könnte bald vom tödlichen afrikanischen Usutu-Virus dahingerafft werden.
Foto: Nugatto / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)

Ein tödliches Virus, eingeschleppt aus Südafrika, tötet derzeit vor allem viele Amseln. Beim Krankheitserreger handelt sich um das gefährliche Usutu-Virus, das über Stechmücken übertragen wird. Aktuell wurden bereits 650 einschlägige Fälle von toten Amseln in Deutschland gemeldet. Während solche viralen Erkrankungen bei Singvögeln früher auf das südliche Afrika beschränkt waren, haben heiße Sommer und starke Regenfälle auch in Deutschland diesem Virus einen entsprechenden Nährboden verschafft. Der deutsche Naturschutzbund ruft jetzt zu einer Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung in Sachen Usutu-Virus auf.

Tote Vögel sollen gesammelt und direkt an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg eingeschickt werden. Die Vögel sollen dabei sicher verpackt und mit einem Kühlakku bestückt werden. Die Aufsammler sollen sich nach dem Kontakt mit den toten Tieren gründlich reinigen, um jegliche Gesundheitsgefahr auszuschließen.

Tödliche Krankheiten für Mensch, Tier und Pflanze wandern ein

Das Usutu-Virus bei Singvögeln ist kein Einzelfall. Durch Klimaveränderungen und Einwanderungsströme nach Europa machen sich immer mehr tödliche Krankheiten für Mensch, Tier und Pflanze auf den Weg. Dabei reicht die Bandbreite von Ebola über TBC, gefräßige Marienkäferarten, Nacktschnecken und Baumschädlingen bis hin zu Pilzkrankheiten, die aus Afrika und Asien auf unseren Kontinent einwandern und hier wüten.

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