Faschings-EU-Bauer wehrt sich gegen Fake News: "Nie von Strache distanziert"

Fake News wollten eine Distanz des Faschings-EU-Bauern zu HC Strache herbeischreiben. Manfred Tisal wehrt sich dagegen. Foto: Gerhard Kampitsch
Fake News wollten eine Distanz des Faschings-EU-Bauern zu HC Strache herbeischreiben. Manfred Tisal wehrt sich dagegen.
Foto: Gerhard Kampitsch
2. September 2017 - 17:47

Kabarettist Manfred Tisal, bekannt als EU-Bauer beim Villacher Fasching, hat seine Meinung offen kundgetan und dann sofort Bekanntschaft mit Fake News in verschiedenen Medien gemacht. Da wurde nämlich unrichtig behauptet, Tisal habe sich, nachdem der freiheitliche Parteichef HC Strache ihn im Kampf um Meinungsfreiheit unterstützte, vom Blauen distanziert.

Straches Unterstützung hat mich gefreut

"Das stimmt nicht," stellt Tisal nun auf Facebook klar:

Ich habe nie und schon gar nicht energisch, wie diverse Medien ohne Recherche berichten, H.C. Straches Angebot, mich in meinem Kampf um Meinungsfreiheit zum von mir geposteten Thema zurückgewiesen. Im Gegenteil. Es hat mich gefreut! Viele andere FB-User und Freunde übrigens auch. Ich hätte es aber in einer Demokratie schön gefunden, wenn auch andere Politiker sich zu diesem Thema geäußert hätten. Denn Demokratie und Meinungsfreiheit sind Themen aller Parteifarben und Anliegen aller freiheitsbewussten und heimatverbundenen Menschen in diesem schönen Land. Ich habe mich daher spontan entschlossen der Einladung am Mittwoch, dem 6. September bei der FPÖ-Veranstaltung im Wiener Rathaus Folge zu leisten.

"Politisch legitimierte Sozialschmarotzer"

Der Kabarettist sorgte in den Mainstreamblättern für Aufsehen, weil er auf Facebook eine "soziale Ungerechtigkeit" beschrieb. Tisal meinte, dass "uns jetzt die soziale Sicherheit weggenommen wird. Von Menschen, die als politisch legitimierte Sozialschmarotzer über uns herfallen".

Auf Facebook erzählte er von seinem Vater, der hart gearbeitet und für das Land gekämpft hat und der in der Nachkriegszeit mit einem ÖBB-Gehalt von 740 Schilling die Familie ernähren musste. Tisal machte seinem Ärger Luft und postete:

Tagtäglich sehe von meinem Balkon, wie Asylanten mit Adidasschuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans mit Smartphone und nagelneuen Bikes diskutierend vorbei gehen. Mich frisst ein bisschen der Neid. Nicht weil ich das nicht habe, sondern weil sie es gratis bekommen. Neben einer Mindestsicherung, die sie nicht verdient haben.

Von ORF Kärnten geschasst

Lange dauerte es nicht - schon schlug das Etablishment zurück: Der ORF Kärnten verpasste dem Kabarettisten Manfred Tisal - bekannt als EU-Bauer beim Villacher Fasching - eine Sendepause. Seine "KUHmentare" wurden abgesetzt, die Zusammenarbeit mit Tisal vorläufig eingestellt. Später versuchte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zu kalmieren, indem er versprach, den EU-Bauer beim Villacher Fasching nicht vom Bild zu nehmen.

Hier das Facebook-Posting mit der Richtigstellung von Manfred Tisal im Original:

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