Salzburger Sommerfestspiele – Kulturfestival von Weltrang

Die unzensuriert.at Sonntag-Serie Foto: unzensuriert.at
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9. Juli 2017 - 11:31

Vom 21.Juli bis 30.August findet mit den Salzburger Sommerfestspielen auch dieses Jahr in Österreich eines der weltweit bedeutendsten Festivals der klassischen Musik und darstellenden Kunst statt. Ein Festival, das sich im Lauf der Jahrzehnte zu einem Eckpfeiler des Rufes unserer Heimat als Kulturnation entwickelt hat.

Stadt der Kunst und Kultur

Mit der vom Expressionisten Oskar Kokoschka auf der Festung Hohensalzburg ins Leben gerufenen internationalen Sommerakademie für bildende Künstler, der Musikakademie Mozarteum, renommierten Kunstgalerien und insbesondere durch die Sommer- und Osterfestspiele, wurde Salzburg zu einer Kulturmetropole, die heute Weltruhm genießt. Zudem ist die Stadt ein touristischer Anziehungspunkt für jährlich rund sechs Millionen Besucher, die sich vom barocken Ambiente der Mozartstadt angesprochen fühlen.

Salzburg, Geburtsort von Wolfgang Amadeus Mozart, dem vielleicht größten Musikgenie aller Zeiten, scheint mit seiner pittoresken Altstadt geradezu prädistiniert für ein Kunstfestival dieser Dimension. Alljährlich erwartet die Besucher im Juli und August ein erlesenes Programm von Oper, Schauspiel und Konzerten. Mehr als 200 Veranstaltungen locken in den sechs Festspielwochen rund 300.000 Kunstfreunde, Prominente und  Adabeis aus aller Welt an. Nicht nur künstlerisch und gesellschaftlich genießen die Salzburger Festspiele international hohes Ansehen. Sie sind auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Genauso wie Mozart sind die Festspiele von Salzburg nicht wegzudenken.

Arbeitsstätte der künstlerischen Weltelite

Erste Pläne für "Salzburger Feste” gab es schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts, die aber vorerst an der Finanzierung scheiterten. Eine führende Rolle in der Gründungsphase spielten der Theaterregisseur Max Reinhardt und der Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal. Ein weiterer Mitbegründer war der Lyriker und Novellist Franz Karl Ginzkey, dem bereits eine Folge unserer Heimat-Serie gewidmet war.

Schon damals gab es das Konzept, die ganze Stadt als Schauplatz in die Festspiele einzubinden. Max Reinhardt erklärte folglich die ganze Stadt zur Bühne und inszenierte am Domplatz das mittelalterliche Mysterienspiel des Jedermann. Und am 22. August 1920 schallten dann erstmals die Jedermann-Rufe über den Platz, die zum Markenzeichen der Salzburger Festspiele werden sollten.

Seither haben sich die Festspiele zu dem entwickelt, was sie heute sind. Schon zum Eröffnungsfest werden dieses Jahr an 32 Spielorten 79 Programmpunkte geboten. Nahezu alle weltweit bedeutenden Dirigenten haben bereits in Salzburg gearbeitet, ebenso die meisten der herausragendsten Sänger, Regisseure, Bühnen- und Kostümbildner. Eine Erfolgsgeschichte, auf die man stolz sein kann.

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