Fake News Wochenschau: „Seriöse Medien“ werden vorsichtiger, ihre Fake News raffinierter

Manipulation mit Worten: Aus Migranten werden Flüchtlinge, aus Bewohnern Besatzer. Foto: Unzensuriert.at
Manipulation mit Worten: Aus Migranten werden Flüchtlinge, aus Bewohnern Besatzer.
Foto: Unzensuriert.at

Seit einigen Monaten gehen die Bestrebungen dahin, die sozialen Medien und Plattformen unter Zensur zu stellen, da man erkannt hat, welch großes Gefahrenpotential in ihnen schlummert, wenn es darum geht unliebsame Tatsachen zu verbreiten. In Windeseile wurden und werden Institutionen installiert, welche darüber zu wachen haben, was erlaubt sein wird zu veröffentlichen und was nicht. Plattformen wie Facebook und Twitter werden Millionenstrafen angedroht und genötigt Cyber-Blockwarte zu installieren. Dass sich dabei eine neuartige „Löschkultur“ entwickeln wird, wo man lieber Zuviel als Zuwenig zensiert, liegt auf der Hand und ist sicher auch erwünscht. Und auch der Einzelne wird vorsichtiger werden mit seinen Äußerungen – in Diktaturen ist es bekanntlich besser, man hält den Mund.

Auch Mainstream-Medien nun genauer beobachtet

Der Schönheitsfehler dabei:  Die „seriösen Medien“ können selber nicht mehr in gewohnter Manier weiterlügen, da  man ihnen jetzt ebenfalls verstärkt auf die Finger klopft und ihre Lügen publik macht, so wie wir es beispielsweise seit einigen Monaten in unserer Fake News Wochenschau tun.

Und man reagiert bereits. So werden lupenreine Lügen wie „SPÖ nähert sich alter Kurz-Idee an“ „Kurz ist froh, dass sein Plan ebenfalls aufgegriffen wird“ (Kronen Zeitung, 24. April, Seiten 1,4 und 5) immer seltener, da diese Unwahrheiten leicht aufzudecken sind. Bei der „Kurz-Idee“ handelt es sich – wie so oft – um die Übernahme einer Strache-Forderung, nämlich nach Auffanglagern außerhalb der EU, welche von HC Strache bereits im Juli 2015 postuliert und erst ein halbes Jahr später von Sebastian Kurz aufgegriffen wurde. Und darauf ist nun eben auch Bundeskanzler Christian Kern umgeschwenkt. Diese Art von Lüge ist zu plump. Praktisch jeder in Österreich weiß, dass diese Forderungen von der FPÖ kommen.

Wassertaxis oder Seenot-Retter?

Die neue Masche ist die, dass man verstärkt Tatsachen verschweigt, auf eine manipulative Wortwahl gesteigerten Wert gelegt, wenn beispielsweise „Flüchtlinge aus Seenot gerettet“ werden - oder wie am 14. Mai in der Kronen Zeitung (Seite 4) „in Italien gestrandet“ sind. Dabei verrät uns just die Kronen Zeitung einen Tag davor in ihre Online-Ausgabe, dass Schlauchboot-Migranten die NGOs wie Taxis anrufen. Keine Spur also von Flucht oder gar Seenot.

Song Contest als Bühne für anti-russische Propaganda

Und wenn es beispielsweise darum geht, die vorgegeben Linie „Ukaine gut – Russland böse“ medial zu transportieren, achtet man exakt auf die Wortwahl, selbst wenn die noch so verlogen ist. Selbst bei Unterhaltungssendungen wie bei dir Vorentscheidung zum diesjährigen Song-Contest in Kiew spricht man nicht die Wahrheit aus, wenn diese unbequem ist. Als nämlich bei der Vorstellung der Kandidaten auch die russische Sängerin präsentiert wurde, der man bekanntlich seitens der Ukraine eine Absage erteilte und die deshalb beim Wettbewerb nicht antreten darf, entblödete sich der Kommentator nicht, von „Absage“ und „Teilnahme zurückgezogen“ zu sprechen.

Die Verpolitisierung dieses Musik-Events seitens des ukrainischen Gastgebers darf nicht erwähnt werden, die „bösen Russen“ waren es natürlich, die nicht bei der „bunten“ Völkerfamilie dabei sein wollen. Und im Sinne der Parteilichkeit im Ukraine-Konflikt in den Tagesthemen der ARD vom 10. Mai wird die Ostukraine als „besetzes Gebiet“ bezeichnet. Die Separatisten sind sozusagen die Besatzer ihres eigenen Landes.

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