Eurovision Song Contest 2017: Fernduell zwischen Kiew und Sewastopol

Russlands Sängerin Julia Samoilowa trotzt dem ESC-Auftrittsverbot und singt in Sewastopol. Foto: Miloszk22 / Wikimedia gemeinfrei
Russlands Sängerin Julia Samoilowa trotzt dem ESC-Auftrittsverbot und singt in Sewastopol.
Foto: Miloszk22 / Wikimedia gemeinfrei
9. Mai 2017 - 9:00

Ein Art Fernduell in Sachen Musik findet morgen zwischen Kiew und Sewastopol statt. Nachdem der russischen Kandidatin Julia Samoilowa die Teilnahmen am Eurovision Song Contest 2017 (ESC) durch die Ukraine verboten worden war, tritt die Sängerin einfach in Sewastopol auf. Sie wird in der Hauptstadt der Krim ihre Ballade "Flame is Burning" vor ihren Fans singen  und damit via Fernsehen und Internet nicht nur die russischen, sondern auch die ukrainischen Fans erreichen.

Grund ihres ESC-Auftritt-Verbots ist ein Auftritt von Samoilowa auf der Krim 2015, - den ihr das Regime in Kiew immer noch zum Vorwurf macht. Jetzt singt die russische Sängerin einfach noch einmal dort, um ein kräftiges Gegenzeichen zu setzen.

ESC: Seit Homo-Ikone Chonchita Wurst nicht mehr unpolitisch

Die statutarischen Grundlagen der Europäischen Rundfunkunion (EBU) die den Song Contest veranstaltet, sehen im Sängerwettbewerb eigentlich eine unpolitische Angelegenheit. Dies wurde allerdings schon seit Jahren nicht mehr tatsächlich durchgehend vollzogen. Während vergangenes Jahr die Ukraine vor allem deshalb gewann, um gegenüber Russland ein symbolisches Zeichen zu setzen, machte man sich etwa 2014 durch die Wahl der österreichischen Transgenderkandidatin Conchita Wurst zur Plattform für puren Homo-Lobbyismus. 

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