Fake News Wochenschau: Kurier gegen unzensuriert mit falschen Fake-Vorwürfen und Andeutungen über „Geldgeber“

Kurier-Herausgeber Helmut Brandstätter (rechts) moderiert eine Veranstaltung seiner Zeitung im Raiffeisen-Forum. Im Publikum sitzt auch der Vertreter des "Geldgebers", Raiffeisen-Boss und Kurier-Aufsichtsrats-Chef Erwin Hameseder. Foto: Franz Johann Morgenbesser / flickr (CC BY-SA 2.0)
Kurier-Herausgeber Helmut Brandstätter (rechts) moderiert eine Veranstaltung seiner Zeitung im Raiffeisen-Forum. Im Publikum sitzt auch der Vertreter des "Geldgebers", Raiffeisen-Boss und Kurier-Aufsichtsrats-Chef Erwin Hameseder.
Foto: Franz Johann Morgenbesser / flickr (CC BY-SA 2.0)

Seit wenigen Monaten, genau seit dem Brexit und dem unerwarteten Trump-Sieg, wollen die „seriösen“ Medien den Eindruck vermitteln, dass derartige Ungeheuerlichkeiten eigentlich nur durch massive Lügen in den alternativen Netzwerken ermöglicht wurden, ja und auch der „böse Russe“ hatte und hat seine Hand natürlich mit im Spiel.

Die Schlussfolgerung daraus: Damit soll jetzt Schluss sein – ein für alle Male – das ist alternativlos! – man soll wieder ausschließlich den seriösen Medien vertrauen dürfen, denn: Die lügen selbstverständlich nie! Aber wie bitte soll das gehen? Durch Installation eines Wahrheitsministeriums? Das wäre vielleicht doch noch etwas verfrüht, soweit ist die „Neue Weltordnung“ noch nicht fortgeschritten. Trotz vereinten Bemühens von Finanz-Eliten und linkem Establishment.

Lügen aufdecken statt Zensur ergreifen – so wie wir es machen

Anstatt, so wie wir hier in unserer „Fake News Wochenschau“, die Möglichkeit zu erblicken, in einer Demokratie Lügen und Manipulationen zu bekämpfen, indem man sie benennt und den Lügner bloßstellt, sucht man seitens der „seriösen“ Medien das Heil in Diffamierungskampagnen, indem man ohne jeglichen Beweis und ohne Fallbeispiele einfach behauptet, dass beispielsweise wir von unzensuriert es sind, die Fake-News verbreiten. Beispiele dafür gibt es bereits genug: 

Und selbst wenn jemand den seltenen Versuch unternimmt, gegen uns zur Abwechslung einmal Fakten vorzubringen, so kann er das nur, indem er das tut, was er vorgibt zu bekämpfen: nämlich Fake-News verbreiten.

Kurier analysiert Fake-News, indem er selber welche verbreitet

Dazu das jüngste  Beispiel: kurier.at vom 4. Mai 2017, Vom falschen Kampf gegen richtige "Fake News" von Karl Oberascher. Zur Einleitung heißt es:

 „Fake News“ ist ein schwieriger Begriff für ein echtes Problem, dem wohl auch Google und Facebook mit ihrer neuen Offensive nicht beikommen werden. Eine Analyse.

Da die Lüge vermutlich seit Bestehen der Menschheit existiert - selbst Tiere verstehen sich in der Kunst des Täuschens - werden Facebook, Google und selbst Herr Oberascher sie nicht aus der Welt schaffen können, aber eines könnte der Redakteur sehr wohl: selber objektiv berichten und nicht wie folgt:

„Schweden: McDonald's verkauft Produkte nun auch auf Arabisch“, heißt eine der aktuellen Geschichte auf unzensuriert.at. Tatsächlich handelt es sich bei dem Beispiel mit der schwedischen McDonald's Filiale um eine echte Werbekampagne. Unzensuriert.at nimmt den Vorfall aber gleich zum Anlass, um Arabisch zur (vermeintlich) neuen „Hauptsprache in Schweden“ auszurufen. Schließlich gebe es ja schon Arbeitsmarktkurse und ein eigenes Radioprogramm in der Sprache der „neuen Zuwanderer“.

Es geht dabei um diesen Artikel:

Schweden: McDonalds verkauft Produkte nun auch auf Arabisch

Wenn, wie oben im Zitierten, dem Leser erklärt wird, worum es sich „tatsächlich handelt“, nämlich um eine „echte Werbekampagne“ (Frage: was ist eine unechte?), so soll wohl der Eindruck erweckt werden, wir hätten etwas weggelassen, damit die Leser falsche Rückschlüsse ziehen. Doch kann man kaum objektiver berichten, als wir es taten, indem wir sogar die Stellungnahme von McDonald‘s anführten: Es sei eine Werbekampagne in einem Viertel mit vielen "neuen  Zuwanderern" gewesen. Das sollte eigentlich reichen, zumindest wenn man in der Lage ist sinnerfassend zu lesen.

Arabisch als zweite Hauptsprache zu nennen ist für Kurier „Herauspicken kleiner Details“ 

„Arabisch als neue Hauptsprache“ haben wir nicht „ausgerufen“. Das braucht man beim besten Willen nicht mehr zu machen, diese Arbeit übernehmen schon die vielen Schutzsuchenden in Schweden, vorzüglich in den über 50 No-go-Areas, die es dort bereits gibt. Wir beklagten auch nicht den Umstand, dass es „ja schon Arbeitsmarktkurse“ in Arabisch gäbe, sondern berichteten wahrheitsgemäß:

Nicht nur dieser Vorfall verdeutlicht den Bedeutungsgewinn der arabischen Sprache in Schweden. Mittlerweile verdrängte die Nahost-Sprache Finnisch als zweitgrößte Sprachgruppe im Land. In besagter Stadt Södertälj beschwerte sich erst vor kurzem eine schwedische Frau, weil in den Arbeitsmarktkursen mittlerweile größtenteils arabisch gelehrt werde. Zudem berichtet das Swedish Radio seit dem Jahr 2013 auch in eigenen arabischen Sendungen.

Und die angebliche „Falschmeldung“ über die bevorzugte Behandlung von Asylwerbern im AKH ist keine. Aber es war richtig von unzensuriert, die Informantin zu schützen, da ihr sonst leicht passieren könnte, was sogar im gegenständlichen Kurier-Artikel frech angedroht wird: mit „rechtliche Schritten“ solchen „Berichten beizukommen“. Herr Oberascher möge sich einmal darüber den Kopf zerbrechen, warum jetzt sogar in Spitälern ein Bedarf an Securitys besteht? Wegen der Heinzelmännchen sicher nicht.

Bösartige Unterstellungen über angebliche Intransparenz von unzensuriert

Letztlich unterstellt uns der Kurier mittels Zitierung der und besonders treu begleitenden Journalistin Ingrid Brodnig auch, nicht darüber aufzuklären, „wer der Geldgeber ist“.

Genau das ist bei unzensuriert.at aber der Fall. Im Impressum wird lediglich die „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“ als Inhaber angegeben.

Wir würden liebend gern unseren „Geldgeber“ nennen, wenn wir nur einen hätten – eine große Bank mit einem hübschen Giebelkreuz im Logo etwa –, doch wir finanzieren uns mühselig mit dem Verkauf von Werbung und dem Sammeln von Spenden unter unseren Lesern.

Für den Mainstream nicht nachvollziehbar: Wirtschaften ohne Staatsgeld

Dies ist ein Punkt, der nicht in den Kopf der Mainstream-Journalisten hineinwill. Denn ihre Medien sind zur Gänze abhängig von staatlichen Almosen aus der Presseförderung oder in noch viel stärkerem Maße aus Regierungsinseraten.

Nur den Inhaber im Impressum anzugeben, würde übrigens vollauf genügen, ist in unserem Fall aber eine Falschbehauptung. Unser Impressum beinhaltet auch die grundlegende Richtung von unzensuriert, diverse Hinweise zum Urheberrecht, zu Verweisen und Datenschutz sowie die Ablehnung von Extremismus im Internet. Ergänzend finden sich sogar kurze Darstellungen der Geschichte unserer beiden Projekte unzensuriert.at und unzensuriert.de. Das ist wesentlich mehr an Information, als etwa das Impressum des Kurier zu bieten hat.

Mimikama als Kronzeuge des Mainstreams

Auf Regierungsgeld verzichtet übrigens auch der Verein Mimikama nicht, der immer wieder – und auch diesmal – als Kronzeuge gegen unsere Artikel zitiert wird. Ans Licht gebracht hat die ohne Ausschreibungen durch das Bildungsministerium vergebenen 20.000 Euro an die selbsternannten Fake-Jäger… Raten Sie mal, der Kurier war’s jedenfalls nicht.

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