Buchpräsentation: „Wie das Projekt EU Europa zerstört“

20. Februar 2014 - 6:38

Im Palais Epstein in Wien fand am Dienstagabend eine Podiumsdiskussion rund um das neue Buch der FPÖ-Nationalratsabgeordneten Barbara Rosenkranz mit dem Titel „Wie das Projekt EU Europa zerstört“ statt. Es ist für Rosenkranz bereits das zweite Buch, welches vom Ares-Verlag herausgegeben wird. Die Buchautorin diskutierte am Podium mit Wolfgang Dvorak-Stocker (Ares-Verlag), dem Historiker Lothar Höbelt und dem FPÖ-EU-Mandatar Andreas Mölzer.

„Europa-Feindlichkeit“ wird man in dem Buch nicht finden. Kritik an der EU dagegen schon. Vor allem gehe es ihr um den Erhalt der Grundwerte wie Freiheit und Souveränität. Beides sei durch die derzeitigen Fehlentwicklungen der EU in Gefahr. „Kritik an der EU ist keine hinterwäldlerische Haltung. Wer Europa liebt, muss sich über den Zustand der EU sorgen machen“, warnte Rosenkranz. Sie hält die Einheit der Vielfalt und ein Europa der Vateränder für wichtig. Doch die Politik der Eliten der EU laufe auf einen zentralistischen Staat hinaus.

Sie kritisierte, dass die EU auch diverse Referenden nicht akzeptiere und keine Bürgernähe lebe. „Die EU ist undemokratisch und sie hat kein Problem damit – wie man das an der Schweiz sieht“, spielte Rosenkranz auf die jüngste Volksabstimmung zur Massenzuwanderung an. Demokratie könne jedenfalls nur in einer Einheit funktionieren, die eine Zusammengehörigkeit hat – wie das eben nur bei Nationalstaaten der Fall sei. Was die „Alternativlosigkeit“ betreffe, die von den Eurokraten in diversen Bereichen gepredigt werde, stellte Rosenkranz klar: „Die Politik der EU ist nicht alternativlos!“ 

„Die Fiesesten sind am schnellsten in der EU“

Höbelt erinnerte daran, dass die Österreicher im Zuge des EU-Beitritts große Hoffnungen in diese EU gesetzt hatten. Man habe sich von der EU eine „Durchlüftung des rot-schwarzen Filzes“ erwartet. Doch es kam anders: „All das, was wir nicht gewollt haben, hat seinen Weg nach Brüssel sehr viel schneller gefunden.“ Auf europäischer Ebene seien die Fiesesten (wie etwa Lobbyisten) am schnellsten dort.

EU regelt nur nur mehr Schwachsinn

„Die real existierende EU bedroht Europa. Wir waren eine pro-europäische Partei, wir waren für europäische Integration, und ich glaube, das ist auch noch heute so“, stellte Andreas Mölzer klar. Was die EU nun betreibe, habe mit europäischer Integration nichts zu tun. Die EU sei zu einer „Bürokratur“ verkommen, deren Regulierungsdynamik sogar die ehemalige Sowjetunion liberal erscheinen lasse. Nirgends gebe es so viele Verbote und Reglementierungen. Die Eigendynamik habe überhand gewonnen; die 28 EU-Kommissare würden nur Schwachsinn regeln. Die EU sei außerdem nach außen hin weltpolitisch ein Eunuch. „Wir wollen eine Union, die nach außen hin stark ist, ihre Interessen durchsetzen kann und nach innen hin die Souveränität der Völker achtet“, so Mölzer.

Das Buch „Wie das Projekt EU Europa zerstört“ von Barbara Rosenkranz ist zum Preis von 14,95 Euro im Ares-Verlag erhältlich.

Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.