Die SPÖ versorgt sich wieder einmal selbst und erfindet „Daseins-Job“ für Renate Brauner | Unzensuriert.at

Die SPÖ versorgt sich wieder einmal selbst und erfindet „Daseins-Job“ für Renate Brauner

SPÖ-Finanzstadträtin Renate Brauner hat gut lachen. Ihre Partei hat sie geschasst, aber gleichzeitig mit einem Posten versorgt. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0
SPÖ-Finanzstadträtin Renate Brauner hat gut lachen. Ihre Partei hat sie geschasst, aber gleichzeitig mit einem Posten versorgt.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / Wikimedia CC BY-SA 2.0

Als Finanzstadträtin der Stadt Wien hat es für Renate Brauner, die einen Schuldenberg von knapp sieben Milliarden Euro hinterlässt, nicht mehr gereicht. Der Nachfolger von Michael Häupl als Wiener Bürgermeister, Michael Ludwig (SPÖ), hat die glücklose Säckelwärtin geschasst und ihr aber gleichzeitig einen netten Versorgungsjob verschafft.

Beraterin für "Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft"

Die 61-jährige Brauner wird nach 20 Jahren Landesregierung Beraterin für „Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft“. Was sie dafür abkassiert und was sie genau zu tun hat? Vieles weiß man noch nicht. Ihr Sprecher versuchte gegenüber dem ORF die künftige Tätigkeit seiner Chefin so zu beschreiben:

Konkret wird Brauner einerseits Betriebe und Unternehmen der Stadt Wien bei ihrer Präsentation und Vernetzung im europäischen und internationalen Umfeld vernetzen. Gleichzeitig intensiviert sie die Koordinierung der Einrichtungen im Magistrat und im stadtnahen Umfeld, die im Bereich Daseinsvorsorge und Kommunalwirtschaft ihren Schwerpunkt haben.

Kritik und Häme von der Rathaus-Opposition

Für diesen offensichtlichen Versorgungsposten, der auch als Kniefall Ludwigs vor dem linken Flügel gesehen werden kann, hat die Rathaus-Opposition nur Kritik und Häme übrig.

„Ob den Schaffern dieses Jobs diese nicht unbeträchtliche Ironie bewusst war? Das müssen Kobolde gewesen sein, denen ‚Daseinsvorsorge‘ als Beratungsfeld eingefallen ist“, ätzt Neos-Klubchefin Beate Meinl-Reisinger auf twitter.

Postenschacher des SPÖ-Systems

Der Wiener ÖVP-Stadtrat Markus Wölbitsch fordert in einer APA-Aussendung mehr Transparenz bei Postenbesetzungen:

Wir erwarten uns von Bürgermeisterkandidat Ludwig absolute Transparenz bei Postenbesetzungen. Die Wienerinnen und Wiener haben diesen Postenschacher des SPÖ-Systems längst satt!

FPÖ wählt Ludwig nicht zum Bürgermeister

Für die Freiheitlichen ist Ludwigs neues Regierungsteam samt dem Versorgungsposten für Brauner ohnehin keine Erneuerung für Wien. Daher hat die FPÖ bereits angekündigt, Michael Ludwig in der Gemeinderatssitzung am 24. Mai nicht zum Bürgermeister zu wählen.

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