Gauland gegen Merkel – Mut bei österreichischen Blockadebrechern aber nicht bei deutschen Kirchenleuten

Symboldbild: Die wiederholt durchgeführten Anschläge auf Einrichtungen, Wohnungen von Mitglieder AfD etc. stellten für amtskirchliche Bischöfe und Laienfunktionäre offensichtlich kein Problem dar. Foto: Metropolico.org / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0)
Symboldbild: Die wiederholt durchgeführten Anschläge auf Einrichtungen, Wohnungen von Mitglieder AfD etc. stellten für amtskirchliche Bischöfe und Laienfunktionäre offensichtlich kein Problem dar.
Foto: Metropolico.org / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0)
15. Mai 2018 - 14:30

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Der Co-Vorsitzende der AfD Fraktion im Deutschen Bundestag Dr. Alexander Gauland übte umgehend Kritik am Luftangriff Frankreichs, Großbritannien und der USA auf Syrien. Deutlich wurde der Spitzenpolitiker dann auch eigens in einer Rede im Bundestag. Den Angriff der drei Westmächte brandmarkte er als völkerrechtswidrig wie als politisch verfehlt. Es habe eine  Bestrafung gegen Syrien gegeben, ohne überhaupt die Ergebnisse eines geordneten Untersuchungsverfahrens zum angeblichen Giftgaseinsatz durch syrische Regierungseinheiten abzuwarten. Damit hob sich Gauland mit seinen Weggefährten deutlich von Kanzlerin Merkel ab, die umgehend die umstrittene westliche Gewaltanwendung gegen Syrien begrüßte.

Klare Haltung des Papstes erkennbar

Mit ihrer regelrechten Freudenbekundung zum Tod und der Verwundung syrischer und mit Syrien befreundeter Menschen, stellte sich Pfarrerstochter Merkel, Inhaberin einer ziemlich bemerkenswerten FDJ-Vergangenheit in der untergegangenen sog. „DDR“, deutlich gegen führende Vertreter des weltweiten Christentums. Hatten doch umgehend die in Syrien wirkenden Patriarchen des katholischen, des orthodoxen und altorientalischen bzw. orientalisch-orthodoxen Hauptzweiges des Christentums den von Merkel bejubelten Militärschlag scharf verurteilt. Umgehend wurde klar, dass sie damit in der weltweiten Christenheit nicht allein stehen, wie Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau neben anderen deutlich machten. Die Distanzierung etwa von Papst Franziskus gegenüber der britischen, französischen und US-amerikanischen Politik und der mit ihr verbundenen Scharfmacherei der Merkel-Regierung im Syrienkonflikt und gegenüber Russland ist immer wieder zu erkennen.

Ins Schwarze getroffen

Wie kaum anders zu erwarten übergingen Mainstream Medien in der Bundesrepublik nichtsdestotrotz die gegen eine Hau-drauf-Politik gerichtete Position der AfD in „politisch korrekter“ Manier wie die deutlichen Worte der christlichen Patriarchen.

Zumindest etwas besser scheint man da in Österreich dran zu sein. Die beliebte Kronenzeitung brachte am 6. Mai 2018 auf Seite 10 einen Beitrag des Autors Dr. Tassilo Wallentin unter der Überschrift „Europas Weg in den Selbstmord“, wo es u.a. heißt:

Die EU mischt sich jetzt in den Syrien-Krieg ein. Und zwar wegen eines angeblichen Giftgas-Angriffes, der vermutlich nie stattgefunden hat“

Die sog. „Weißhelme“ werden als „eine vom britischen Geheimdienst gegründete und mit Radikal-Islamisten sympathisierende Truppe“ bezeichnet, vor der man auf der Hut sein müsse. Die sog. Rebellen seien am allerwenigsten „Demokraten“, sondern radikale Islamisten. Solchen extremistischen Kräften arbeiteten westliche Regierungen samt der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zu.

Erneute Mahnung

In der Kronenzeitung von Samstag, 12. Mai diesen Jahres  wird unter der Überschrift „Das Dilemma der Israelis“ gemahnt:

Sollte Assad doch noch stürzen, würde Syrien von radikalen Islamisten aus dem Umfeld des Islamischen Staates oder der Al-Kaida übernommen und im Totalchaos versinken. Solche Nachbarn kann Israel nicht wollen

Auf dieser Linie liegen auch die „Nachrichten Europäischer Bürgerinitiativen zum Schutze des Lebens und der Menschenwürde“ Nummer 2 -2018. Dort wird der in Salzburg lehrende katholische Theologieprofessor Dr. Dietmar Werner Winkler u.a. mit den Worten zitiert: 

Die Christen in Syrien unterstützen das Regime von Präsident Assad (52) allein aus dem Grund, weil sie keine Alternative haben. Würde Assad gestürzt, was passiert dann? Der Einfluss des fundamentalistischen Islams ist im Land bereits so stark, dass es für die Christen dann ganz düster aussehen würde. Sogenannte „gemäßigte“ Rebellen gibt es de facto nicht . . . die lokalen Bischöfe sagten und sagen mir immer wieder in Gesprächen: Was ist die Alternative für die Christen? Wer schützt die Christen, wenn nicht das Assad-Regime? Welche Perspektiven gibt es überhaupt?

Der Krieg werde von außen in das Land hineingetragen

So wundert es nicht, dass Papst Franziskus weiterhin nicht in westliche Kriegspropaganda samt dem regelrecht blutrünstigem Triumphgeheul Merkels einstimmt. Stattendessen will er verschiedene Kirchenführer lieber zu einem Ökumenischen Friedensgebet für Syrien zusammenrufen, wie die deutsche Wochenausgabe der offiziellen Zeitung des Vatikans OSSERVATORE ROMANO in der Ausgabe vom 4. Mai 2018 auf Seite 1 meldet.

Davon offensichtlich unbeeindruckt boten die Veranstalter des zu Ende gegangen sog. Katholikentages in Münster der Befürworterin des Militärschlages gegen Syrien, Kanzlerin Merkel und Bundesgenossen, unkritisch ein Podium zur Selbstdarstellung Hassparolen wie „Kein Frieden mit der AfD“ wie wiederholt in der Bundesrepublik durchgeführte Anschläge auf Einrichtungen, Wohnungen von Mitglieder AfD etc. und damit auch verbundene Hetze gegen deren Partner in anderen Ländern stellten für amtskirchliche Bischöfe und Laienfunktionäre offensichtlich kein Problem dar​.

Gewaltdelikte von Islamisten werden nicht angesprochen

Anstatt auch nur Gewaltakte von Islamisten und sog. Antifa zumindest einmal beim Namen zu nennen und zu bedauern, geschweige denn zu verurteilen,  sprach sich z.B. Bischof Dr. Felix Genn politisch korrekt gegen „rechte Hetze“. Daran änderte auch das hochtrabende Leitwort des sog. Katholikentages „Suche Frieden“ nichts.

Da mag manchem die Ausstattung der Vertreter der bundesdeutschen Amtskirche mit  Staatssubventionen und das staatliche Eintreiben der Kirchensteuer in den Sinn kommen, verbunden mit dem Spruch „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing“.

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