Geld für Antifa-Seminar und Wissenschaftspreis für linksextremen Verein: ÖVP biedert sich bei radikalen Linken an

Neuerdings dürfte die ÖVP auch im linksextremen Spektrum nach potentiellen Wählern fischen. Foto: privat / zVg
Neuerdings dürfte die ÖVP auch im linksextremen Spektrum nach potentiellen Wählern fischen.
Foto: privat / zVg
13. September 2017 - 10:00

Hohe Wellen schlug vor kurzem ein unzensuriert-Bericht über die Finanzierung eines gewerkschaftlichen Antifa-Seminars in Spanien durch das ÖVP-geführte Familienministerium unter Sophie Karmasin. Steuerzahler blechen für diese links-ideologische "Bildungsreise" der jungen Gewerkschaft. Aufmerksame Leser machten uns nun auf eine weitere Querverbindung der ÖVP mit dem linksradikalen Milieu aufmerksam. 

Wissenschaftspreis an linksradikalen Verein 

So erhielt im Herbst vergangenen Jahres der Obmann des dubiosen Vereins "Erinnern Gailtal", Bernhard Gitschtaler, den Leopold-Kunschak Wissenschaftspreis von Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) bei einem Festakt im Palais Niederösterreich in Wien. Der Grund für die Verleihung: Die Würdigung des von Gitschtaler verfassten Buches “Ausgelöschte Namen – Die Opfer des NS-Terrors im und aus dem Gailtal”. 

In der Laudatio von Mittlerlehner - neben ihm waren auch die ÖVP-Granden Wolfgang Schüssel, Maria Fekter, Maria Rauch-Kallat, Werner Fasslabend sowie Werner Amon anwesend - wurde "die Vereins- und Forschungsarbeit" lobend erwähnt. Doch bei dem Verein handelt es sich um kein unbeschriebenes Blatt in der linken Szene.

Verein: Traditionsverbände sind "Nazischweine"

Bereits im Jahr 2014 sorgte der Verein "Erinnern Gailtal" für einen Skandal, den die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Anneliese Kitzmüller aufdeckte. Bei einer Schulexkursion der HLW Hermagor, waren die Vereinsmitglieder Daniel Jamritsch und Bernhard Gitschtaler als Vortragende eingeladen. Dort sollen sie den Schülern erzählt haben, dass die "Kärntner Bevölkerung, allesamt Nationalsozialisten und Rassentheoretiker" und "alle Mitglieder des Kärntner Abwehrkämpferbundes, wie auch der anderen Traditionsverbände, Nazischweine" seien

Dem nicht genug, wurden etwa Fragen an die Schüler gestellt, wie man zukünftig einen freiheitlichen Landeshauptmann verhindern oder generell verhindern könne, das die "rechtsextremen Freiheitlichen" an die Macht kommen. Besorgte Schüler meldeten später diese Entgleisungen der "Experten".

ÖVP pfeift auf Heimat und Patriotismus

"Eine Exkursion, welche nur dazu dient, die Einwohner eines Landes zu beleidigen, wie auch die FPÖ als Nazi-Partei darzustellen, hat jegliche Legitimation als Lehrgegenstand verloren. Unverständlich ist daher, dass die beiden Lehrkräfte nicht spätestens zu diesem Zeitpunkt die Exkursion abgebrochen haben", stellte Kitzmüller damals in einer Presseaussendung klar. 

Just diesem Verein und seinem Obmann überreichte die ÖVP vergangenes Jahr also einen Wissenschaftspreis. Der linksextreme Verein sah sich dadurch bestätigt, will daher noch "intensiver an der Errichtung eines Denkmals in Hermagor für die Opfer des NS-Terrors im und aus dem Gailtal arbeiten". Sieht so die also die Heimatverbundenheit der "neuen Kurz-ÖVP" aus, eine Kollaboration mit linksradikalen Kräften in diesem Lande?

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